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Bei Job-Wechsel: Möglichst schnell Zeugnis fordern

Wer seine Arbeitsstelle verlässt, sollte Wert darauf legen, schnell ein Zeugnis zu bekommen. Denn nach einer gewissen Zeit verlieren Arbeitnehmer ihren Anspruch darauf. Frankfurter Richter wiesen die Klage einer Betriebswirtin zurück, die eineinhalb Jahre nach ihrem Ausscheiden bei einer Steuerkanzlei eine detaillierte Arbeitsbescheinigung einklagen wollte. Die Betriebswirtin benötigte das Papier zur Bewerbung für die Steuerberaterprüfung. Der frühere Arbeitgeber lehnte die Bescheinigung mit der Begründung ab, er könne die Tätigkeit auf Grund fehlender Unterlagen nicht mehr in der erforderlichen Genauigkeit dokumentieren. Nach eineinhalb Jahren besteht nach Auffassung des Gerichts kein grundsätzlicher Anspruch mehr auf ein Zeugnis.

Quelle: Arbeitsgericht Frankfurt Aktenzeichen 6 Ca 6613/00
Dieser Artikel ist erschienen am 02.04.2001