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Bei EADS tritt zweiter Manager wegen Clearstream zurück

Im Zuge der so genannten Clearstream-Affäre in Frankreich hat nun ein zweiter Manager des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern EADS seinen Rücktritt erklärt. Forschungschef Imad Lahoud bat um seine Beurlaubung, um seine Verteidigung in der Schmiergeld-Affäre vorzubereiten.
HB PARIS. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, hat Forschungschef Imad Lahoud um seine Beurlaubung gebeten. Er wolle seine Verteidigung in der Schmiergeld-Affäre vorbereiten. Vergangene Woche war bereits der für die Strategie von EADS zuständige Vizepräsident Jean-Louis Gergorin wegen der Clearstream-Ermittlungen zurückgetreten.In der Affäre geht es um angebliche Geheimkonten französischer Politiker bei dem in Luxemburg ansässigen Finanzunternehmen Clearstream. Hintergrund sind angebliche Schmiergelder, die im Zusammenhang mit dem Verkauf von Rüstungsgütern im Jahr 1991 geflossen sein sollen.

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Der Ex-Geheimdienstgeneral Philippe Rondot hatte in der Sonntagszeitung ?Le Journal du Dimanche? spekuliert, dass die Affäre von Lahoud und Gergorin ausgegangen sei. Lahoud wies die Anschuldigungen aber jüngst in einem Fernsehinterview zurück.
Dieser Artikel ist erschienen am 16.05.2006