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Beat im Bad

Musik im Schwimmbad ? da denkt man spontan an Wassergymnastik. Nicht so in Steglitz im Südwesten Berlins. Vier Freunde haben dort ein stillgelegtes Neorenaissance-Schwimmbad zum Kulturtreff umfunktioniert und laden einmal im Monat zu Kaffee bei Live-Musik und harten Beats.

?Leider kann man auf dem schrägen Beckenboden schlecht tanzen?, sagt Mitveranstalter Stephan Müller. Dafür entschädigt die schräge Atmosphäre. Das Bad von 1908 hatte Gabriele Berger dem Berliner Senat vor einem Jahr für einen Euro abgekauft, um es zu sanieren. Auf die Idee, den Ort vorübergehend als Kulturstätte zu nutzen, kamen Müller und seine Mitstreiter als ehrenamtliche Helfer in einer Genossenschaft im Szenestadtteil Prenzlauer Berg, die eine ähnliche Idee im ehemaligen Jugendstilbad Oderberger Straße verwirklicht hatte. ?Aber dort waren wir nur Vermieter, nie Veranstalter?, sagt Müller. Die Kachelklub-Betreiber wollen das Konzept mittelfristig ausbauen. ?Wir haben bereits das nächste Schwimmbad im Auge.?

Die besten Jobs von allen
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www.kachelklub-berlin.de
Dieser Artikel ist erschienen am 08.04.2005