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Bayrische Studentinnen nicht gleichberechtigt

Das erste bundesweite Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten hat festgestellt, dass Bayerns Hochschulen in Sachen Gleichstellung von Männern und Frauen das Schlusslicht bilden. Das Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung (CEWS) führte an der Universität Bonn das ?Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten? durch.

Die Studie beruht auf quantitative Daten des Statistischen Bundesamtes aus dem Jahr 2001. Ausgewertet wurden die Geschlechterverteilung bei Studierenden, Promotionen, Habilitationen, bei wissenschaftlichen und künstlerischen Personal sowie bei Professuren. Die Veränderung bei Professuren und Wissenschaftspersonal in den Jahren 1996 bis 2002 fiel ebenfalls unter die Kriterien.

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Ein Punktekatalog bewertete die Hochschulen jeweils als Ganzes. Demnach liegen die TU München und die Katholische Stiftungsfachhochschule München als einzige bayrische Hochschule noch im oberen Drittel. Am schlechtesten schnitt die Universität Passau ab.Bei den Fachhochschulen sieht es ähnlich aus. Zwei Drittel von ihnen drängeln sich auf den unteren Rängen.

Obwohl Bayern bei der Gesamtwertung nach Gleichstellungsaspekten nur in der letzten Liga spielt, lässt das Ranking auch leise Hoffnungen zu. Bei der Steigerung des Frauenanteils an den Professuren seit 1996 finden sich die bayrischen Hochschulen vorwiegend im Mittelfeld, vier Hochschulen sogar in der Spitzengruppe mit Steigerungen von fünf bis dreizehn Prozent.

Weiter Informationen zum Ranking gibt es unter:
www.cews.uni-bonn.de/cewspublik5.html .
Dieser Artikel ist erschienen am 31.10.2003