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Bank Austrias neuer Chef heißt Hampel

Erwartungsgemäß hat die Bank Austria nun nach den Querelen mit der Mutter Hypo-Vereinsbank eine neue Führungsspitze erhalten. Samstag geht, Erich Hampel übernimmt ab sofort den Vorstandsvorsitz.
Erich Hampel
HB WIEN/MÜNCHEN. Der 52-jährige Erich Hampel übernehme mit sofortiger Wirkung den Vorstandsvorsitz, teilte die Bank Austria am Montag in Wien mit. Der bisherige Risikomanager tritt die Nachfolge von Karl Samstag an, von dem sich die Hypo-Vereinsbank trennt. Auch Samstags Stellvertreter geht. Im Zuge der Umbesetzungen weitet die HVB nach Einschätzung von Beobachtern ihren Einfluss auf die österreichische Tochter aus.Die Bank Austria betonte, Samstag ziehe sich im besten Einvernehmen aus dem Vorstand zurück. Es handle sich um einen Generationswechsel. Samstag war allerdings nicht einmal ein Jahr im Amt. In Bankenkreisen wurde betont, dass die HypoVereinsbank unter anderem mit der Ertragsentwicklung bei der Bank Austria unzufrieden sei. Zudem gab Anfang des Jahres Unstimmigkeiten, weil die Bank Austria hinter dem Rücken der Mutter über den Verkauf der Schoellerbank verhandelt haben soll. HVB-Chef Dieter Rampl will die Bank Austria, die auch das Osteuropa-Geschäft des gesamten Konzerns verantwortet, nun an eine kürzere Leine nehmen.

Die besten Jobs von allen

Samstags Vertrag wäre eigentlich noch bis Anfang 2005 gelaufen. ?Es hat mir große Freude bereitet, in den vergangenen Jahrzehnten daran mitzuarbeiten, die mit Abstand führende Bank in Österreich mit aufzubauen?, sagte Samstag laut Mitteilung. Sein Nachfolger Hampel sagte, für ihn habe es absolute Priorität, die Eigenkapitalrentabilität von 8 Prozent im dritten Quartal 2003 auf 13 Prozent im Jahr 2006 zu steigern. Die Expansion in Zentral- und Osteuropa solle dabei forciert werden.Stellvertretender Vorstandsvorsitzender wird Wolfgang Haller. Er tritt die Nachfolge von Friedrich Kadrnoska an, der die Bank verlässt. Ursache seien unterschiedliche Auffassungen über die Strategie, hieß es. Der Manager war auch unter anderem für das Geschäft in Zentral- und Osteuropa zuständig. Neu in den Vorstand berufen wurde Johann Strobl, der künftig für das Risikomanagement verantwortlich ist.
Dieser Artikel ist erschienen am 26.01.2004