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BaföG-Tipps für Erstsemester

Quelle: Gero Lawecki, NEWS
Manche Studenten können staatliche Förderung erhalten. Wir zeigen, wie das geht, wer Anspruch auf BaFöG hat und wann es wieder in welcher Höhe zurück gezahlt werden muss.
Welche Studenten haben Anspruch auf BaföG?BaföG bekommen deutsche Studenten, um sich während des Studiums finanzieren zu können. Allerdings nur dann, wenn sie kein Vermögen haben, das mehr als 5200 Euro beträgt und die Eltern nicht zu viel verdienen. Bei Elternpaaren liegt der Freibetrag bei 1440 Euro und bei allein Erziehenden 960 Euro. Verdienen die Eltern mehr, kann das aufs BaföG angerechnet und vom Höchstbetrag abgezogen werden. Das heißt, die Studenten bekommen weniger Geld vom Staat. Die Förderung erhalten nur Studenten, die nicht älter als 29 Jahre alt sind.

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Lesen Sie weiter auf Seite 2: Wird BaföG in Ausnahmen dennoch bewilligt?Wird BaföG in Ausnahmen dennoch bewilligt?Es gibt Ausnahmen von der Altersregel: Studenten, die aus gesundheitlichen und familiären Gründen ihr Studium nicht früher aufgenommen haben, können ebenfalls BaföG beantragen. Das gilt auch für Studenten, die auf dem zweiten Bildungsweg ihre Hochschulreife erworben haben.Lesen Sie weiter auf Seite 3: Wie hoch ist die staatliche Förderung?Wie hoch ist die staatliche Förderung?Maximal 585 Euro im Monat. Darin enthalten sind der Grundbetrag von 333 Euro, ein Mietzuschuss von 197 Euro sowie 54 Euro für Kranken- und Pflegeversicherung. Den Höchstsatz erhalten aber nur wenige Studenten.Lesen Sie weiter auf Seite 4: Wie kommt ein Student zu seinem Geld?Wie kommt ein Student zu seinem Geld?Die Anträge gibt es beim Amt für Ausbildungsförderung im Sozialzentrum auf dem Campus Bockenheim. Wichtig: Je früher der Student aktiv wird, desto schneller wird das Geld überwiesen. Wer bis zum 31. Oktober den Antrag stellt, hat noch Anspruch auf BaföG für den Oktober. Wird der Antrag bewilligt, wird das Geld zu einem späteren Zeitpunkt überwiesen.Lesen Sie weiter auf Seite 5: Was muss der Antrag beinhalten?Was muss der Antrag beinhalten?Welche Bescheinigungen erforderlich sind, entscheiden die Sachbearbeiter von Fall zu Fall. Der erste Antrag sollte aber in jedem Fall genaue Angaben enthalten. Wichtig sind Angaben zur Person, Informationen zu den Vermögensverhältnissen (auch der Eltern) und ein Lebenslauf. Andere Nachweise und Dokumente können nachgereicht werden.Lesen Sie weiter auf Seite 6: Wie lange dauert die Förderung?Wie lange dauert die Förderung?Die Höchstdauer beträgt neun Semester. Die Studenten müssen regelmäßig ihre Leistungen nachweisen und zeigen, dass die Förderung gerechtfertigt ist. Wer ein Jahr für das Studium ins Ausland geht, sollte sich beurlauben lassen, damit der Anspruch nicht verfällt. In Einzelfällen wird das Studium im Ausland gefördert. Achtung: Beim Studienfachwechsel entfällt das BaföG. Weiter gezahlt wird es, wenn gesundheitliche (etwa eine Allergie bei Chemikern) oder psychische Gründe (Beispiel: Konfessionswechsel bei Religionsstudenten) eine Rolle spielen.Lesen Sie weiter auf Seite 7: Gefährden Nebenjobs das BaföG?Gefährden Nebenjobs das BaföG?Einkünfte aus Neben- und Ferienjobs müssen in jedem Fall gemeldet werden. Generell dürfen Studenten aber 350 Euro brutto pro Monat verdienen, ohne dass das BaföG gekürzt wird.Lesen Sie weiter auf Seite 8: Wie wird das Geld zurückbezahlt?Wie wird das Geld zurückbezahlt?Bis zu einer Summe von 10 000 Euro muss das zinslose Darlehen zurückgezahlt werden. Die Rückzahlfrist beginnt fünf Jahre nach Ende der Förderung und dauert längstens 20 Jahre. Die Mindestraten liegen bei 105 Euro. iegt das monatliche Einkommen unter 960 Euro, kann die Rückzahlung ausgesetzt werden.Lesen Sie weiter auf Seite 9: Wo gibt es weitere Informationen?Wo gibt es weitere Informationen?Ansprechpartner gibt es beim Amt für Ausbildungsförderung an jeder Universität. Ein BaföG-Rechner im Internet ermittelt den individuellen Förderanspruch: www.bafoeg.bmbf.de. Außerdem können Sie sich unter der Hotline 0800/2236341 informieren.
Dieser Artikel ist erschienen am 12.09.2005