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Bachelors willkommen

Rund 1 500 Stellen für Bachelors haben deutsche Großunternehmen 2006 zu vergeben. Um ihren Bedarf zu decken, drängen 22 Personalvorstände von Deutsche Bahn über Eon bis zu Continental gemeinsam auf eine zügigere Hochschulreform.
Ralf Rudolf, zuständig für das Hochschulrecruiting bei der Deutschen Bank, will bis zu 50 Prozent der jährlich 200 Neueinstellungen aus Akademikerkreisen mit Wirtschaftswissenschaftlern, -ingenieuren, -informatikern und Mathematikern sowie Juristen besetzen, die einen Bachelor-Abschluss haben. Noch haben Unternehmen Mühe, geeignete Absolventen im Inland zu finden. Bislang sind nur acht Prozent der Hochschüler in einem Bachelorstudiengang eingeschrieben.

Matthias Malessa, Chief Human Resources Officer von Adidas, sagt: ?Das Rennen um unsere rund 100 Bachelor-Positionen machen Kandidaten aus dem Ausland. Die eigenen Landsleute ziehen da den Kürzeren. Das ist aus Standortsicht schade.? Der Sportausrüster hat deshalb in Stuttgart einen neuen Studiengang für Retail-Management aufgesetzt, um gezielt deutschen Filialleiternachwuchs heranzuziehen. Wer aus einem solch praxisnahen Bachelorstudiengang kommt, hat gute Chancen beim Jobeinstieg. Bei der UBS Deutschland AG beobachtet Personalchef Bernd Sander, dass ?zum Beispiel die Absolventen der Hochschule für Bankwirtschaft den klassischen Diplomanden um Jahre voraus sind?. HfBler engagiert er mit Kusshand. Der Energieversorger RWE wiederum benötigt laut Personalvorstand Alwin Fitting ?vor allem Mitarbeiter für gestufte Ingenieurtätigkeiten? und heuert bevorzugt Bachelors aus seinen Kooperationsstudiengängen an den Unis in Bochum und Aachen an

Die besten Jobs von allen


(co)
Dieser Artikel ist erschienen am 30.06.2006