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Babyboom bringt Führungskräfte

Der Babyboom der 90er gibt den Uni-Absolventenzahlen Auftrieb. 2015 entlassen die Hochschulen dank der Fruchtbarkeit vergangener Tage 263.400 Studenten ins Berufsleben ­ 44 Prozent mehr als noch 2001, prognostiziert die Kultusministerkonferenz. Am stärksten soll der Studienbereich Informatik wachsen: 181 Prozent mehr Abgänger verheißt die Prognose allein bis 2010. Auf Platz zwei und drei folgen Chemie und Physik mit einem Anstieg von 81 und 65 Prozent. Wer allerdings glaubt, mit den 90er-Jahrgängen ließe sich das Fachkräfteloch stopfen, freut sich zu früh: Aller Voraussicht nach reicht selbst dieser Boom nicht aus, um den Bedarf an hoch qualifizierten Fach- und Führungspersonal zu decken, schätzt Dr. Bernhard Hohn von der Zentralen Arbeitsvermittlung (ZAV): "Und dann gibt's keine Alternativen mehr: Qualifizierte Zuwanderer müssen mit anpacken."
Dieser Artikel ist erschienen am 11.08.2003