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Axa-Chef als ?Stratege des Jahres? gewählt

Henri de Castries, Chef des französischen Versicherungskonzerns Axa, ist von den Lesern der Handelsblatt-Partnerzeitung La Tribune zum ?Strategen des Jahres? gewählt worden; unter anderem deswegen, weil er den Versicherer ohne Rating-Herabstufung durch die schwierige Phase nach dem 11. September 2001 gesteuert hatte.
Die Vorauswahl für die Abstimmung im Internet trifft die Tribune-Redaktion, die Henri de Castries, Chef des französischen Versicherungskonzerns Axa, für seinen erfolgreichen Wachstumskurs nominiert hatte.So hat er in einem Jahr rund 17 Zukäufe getätigt und allein durch die Übernahme der Schweizer Winterthur-Gruppe die Axa-Gruppe um 20 Prozent vergrößert. Ferner hat er den Versicherer ohne Rating-Herabstufung durch die schwierige Phase nach dem 11. September 2001 gesteuert.

Die besten Jobs von allen

Der 52-jährige Konzernmanager, der fließend Deutsch spricht, leitet den Versicherer seit Mai 2000. Er trat die Nachfolge von Claude Bébéar an, der aus einem kleinen französischen Versicherungsverein durch die Übernahme des Wettbewerbers UAP einen Großkonzern schmiedete. Er wurde gleich zwei Mal ?Stratege des Jahres? (1993 und 1996).De Castries liebt Antiquitäten, hasst indes Misserfolge: Das spürte auch der geschasste deutsche Axa-Chef Claus-Michael Dill, der zwar an der Kostenfront Fortschritte erzielt hatte, indes das Wachstumsproblem der Axa in Deutschland nicht in den Griff bekam. Als seinen größten Mangel bezeichnet de Castries selbst, ?bei der Auswahl von Mitarbeitern manchmal nicht schnell genug die Konsequenzen zu ziehen.? In Frankreich sorgt er für Gesprächsstoff, weil er einfache Verwaltungsjobs nach Marokko verlagern will und Gratis-Aktien an Mitarbeiter ausschüttet.
Dieser Artikel ist erschienen am 30.03.2007