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Autozulieferer Schefenacker vor Chefwechsel

Beim angeschlagenen Autozulieferer Schefenacker ist es nach Informationen des Handelsblatts zu einem Zerwürfnis zwischen dem Alleineigentümer Alfred Schefenacker junior und Unternehmenschef Reiner Beutel gekommen. Wie es in Branchenkreisen in Stuttgart hieß, steht damit binnen kurzer Zeit ein erneuter Führungswechsel bei dem hoch verschuldeten Weltmarktführer für Rückspiegel an.
STUTTGART. Der ehemalige Bosch-Manager Beutel war erst seit gut einem Jahr im Unternehmen und rückte erst im Oktober auf den Chefsessel. Alfred Schefenacker soll Beutel bereits von seinen Aufgaben entbunden haben, hieß es in den Branchenkreisen. Ein Sprecher des Unternehmens wollte dazu keinen Kommentar abgeben.Damit spitzt sich die Lage bei Schefenacker dramatisch zu. Nur mit einer Umschuldung kann das Unternehmen überleben. Insgesamt 400 Millionen Euro Schulden drücken auf die Bilanz. Schon seit Monaten laufen die von Beutel geführten Verhandlungen mit den Gläubigern. Im Kern geht es um einen Tausch der Schulden in Eigenkapital. Alfred Schefenacker wollte eigenes Geld nur unter der Bedingung nachschießen, dass er die Mehrheit am Unternehmen behält. Die Anleihegläubiger sollen von Schefenacker über 50 Millionen Euro gefordert haben. Bislang war Schefenacker nur bereit 45 Millionen Euro nachzuschießen.

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Beutel selbst drängte auf eine Lösung und war auch bereit selbst einen Anteil unter fünf Prozent am Unternehmen zu übernehmen. Warum Schefenacker jetzt plötzlich das Vertrauen in seinen Verhandlungsführer verloren hat, ist offen. Genauso offen ist, ob die vorwiegend angelsächsischen Verhandlungsführer der Gläubiger den personellen Wechsel auf der Gegenseite akzeptieren werden.
Dieser Artikel ist erschienen am 11.12.2006