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Auswandern? Ja, klar!

Knapp die Hälfte der Oberstufenschüler (48 %) kann sich vorstellen, irgendwann Deutschland den Rücken zu kehren und auszu­wandern. Gleichzeitig träumen zwei Drittel der 17- bis 20-Jährigen von Familie und einem Häuschen im Grünen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Online-Umfrage des Abitur-Sonderhefts karriere abi, an der 736 Oberstufenschüler im Alter von 17 bis 20 Jahren teilgenommen haben.

Das Ergebnis: Die Erwachsenen von morgen sind leistungsbereit, pragmatisch und optimistisch. Sicherheit ? beruflich wie finanziell ? wird groß geschrieben, ebenso Fairness und Partnerschaft. Fast 80 Prozent der Umfrageteilnehmer streben ein Hochschulstudium an. Von Studiengebühren, die demnächst in mehreren Bundes­ländern eingeführt werden, lassen sich nur die wenigsten abhalten: Laut karriere-abi-Umfrage würden deswegen nur fünf Prozent auf ein Studium verzichten

Die besten Jobs von allen


Spaß und Abwechslung (80 %) sowie ein gutes Gehalt (74 %) sind für die angehenden Abiturienten die wichtigsten Kriterien, die der spätere Beruf erfüllen muss. Der Wunsch, etwas für die Gesellschaft zu tun (36 %), oder Macht und Einfluss (25 %) zu erlangen, spielen dagegen bei der Berufswahl nur eine unterge­ordnete Rolle. Viele Schüler träumen davon, später einmal ihr eigener Chef zu sein: Fast jeder Fünfte würde gerne freiberuflich oder als selbstständiger Unternehmer arbeiten. Ein Viertel wünscht sich dagegen eine feste Stelle, am liebsten auf Lebenszeit. 42 Prozent geben an, alle zwei bis drei Jahre in eine neue, bessere Position wechseln zu wollen, um schnell Karriere zu machen

Das Gros der Schüler zieht es ins Ausland: Während 43 Prozent gerne ein Auslandssemester oder -praktikum absolvieren würden, können sich 48 Prozent sogar vorstellen, auszuwandern ? am liebsten in die USA, England, Australien, die Schweiz oder Spanien. Lediglich jeder zehnte Oberstufenschüler will Deutschland nicht für längere Zeit verlassen ? wegen Familie und Freunden

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Dieser Artikel ist erschienen am 19.06.2006