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Auswahlgespräche wichtiger als Abi-Note

Eine gute Abiturnote allein reicht nicht mehr aus, um den Wunschstudienplatz zu bekommen. Immer mehr Hochschulen wählen die besten Bewerber über Tests und Interviews aus. Nur noch ein Fünftel der Studienplätze wird nach der Abiturnote vergeben. Das berichtet das Job- und Wirtschaftsmagazin karriere in seinem Abitur-Sonderheft karriere abi, das am 19. September erscheint.

Nicht nur Business Schools picken sich die vielversprechendsten Studenten heraus. Der Numerus clausus ist bei Studienplätzen für Medizin, Psychologie oder Pharmazie längst nicht mehr alleiniges Auswahlkriterium. ?Bis zu 60 Prozent der Studenten können sich die Hochschulen selbst aussuchen?, sagt ZVS-Sprecher Bernhard Scheer in karriere abi. ?Nur 20 Prozent der Studienplätze werden rein nach Abiturnote vergeben, weitere 20 Prozent nach Wartezeit.?

Die besten Jobs von allen
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Gute Erfahrungen mit Auswahlgesprächen hat die Freie Uni Berlin gemacht: Sie lädt alle Bewerber für das Medizinstudium zum Casting ein, die die FU bei der ZVS-Bewerbung als Erst- oder Zweitwunsch angeben und einen Abi-Schnitt von mindestens 2,5 haben. Etwa jeder Dritte bekommt am Ende einen Studienplatz.
Mit den Auswahltests wollen die Hochschulen herausfinden, ob sich der Bewerber wirklich mit dem Studienfach identifiziert. Wer beispielsweise Medizin studieren will, sollte sich vorher genau mit dem Berufsbild und dem Ablauf des Studiums beschäftigen. karriere abi rät den Bewerbern, zur Vorbereitung ein Auswahlgespräch mit Eltern oder Freunden nachzuahmen. ?So lernt man seine Stärken und Schwächen kennen?, sagt Psychologe Siegfried Engl. Ein bisschen Nervosität sei nicht schlimm, Schauspielerei dagegen schon, warnt der Experte. ?Wir hatten schon Abiturienten, die in ihrem Lebenslauf Bücher oder Filme angegeben haben, die sie gar nicht kannten. Wenn das auffliegt, ist der Bewerber natürlich gleich raus.?

karriere abi soll dem kommenden Abiturientenjahrgang Orientierung in der Studien- und Berufswahl geben, Perspektiven und Ausbildungsalternativen aufzeigen. Das Heft erscheint in einer Gesamtauflage von 160.000 Exemplaren am 19. September und wird aktiv an allen Gymnasien und Fachoberschulen verteilt. Zusätzlich wird das Sonderheft im Einzelverkauf angeboten.
Das Besondere an karriere abi: Sieben journalistisch interessierte Schüler und Abiturienten zwischen 18 und 20 Jahren bilden zusammen mit der karriere-Redaktion die karriere abi Redaktion. Durch diese Einbindung kommt die Zielgruppe selbst zu Wort. Die Schüler helfen bei der Themenauswahl, berichten vom Ausflug in den Traumjob und stellen Experten die Fragen, die sie selbst interessieren. Auf diese Weise entsteht ein Ratgeber, der authentisch und lebensnah die Informationen bietet, die Abiturienten nach dem Ende ihrer Schulzeit wirklich brauchen

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Dieser Artikel ist erschienen am 14.09.2005