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Außer Kontrolle

39 Prozent der deutschen Unternehmen haben in den letzten zwei Jahren durch Kriminalität im eigenen Hause Schaden erlitten ­ fünf Prozent mehr als im übrigen Westeuropa. Das ergab eine Studie von PricewaterhouseCoopers unter 3.623 Unternehmen weltweit. Häufigste Delikte: Mitarbeiter veruntreuen Betriebsvermögen, dicht gefolgt von Cyber-Kriminalität. Die Täter finden sich auf allen Hierarchieebenen, erklärt der Düsseldorfer Wirtschaftsermittler Manfred Lotze. Ein Viertel werde gleich im ersten Jahr nach der Einstellung erwischt. "Vermutlich weil sie die Kontrollmechanismen noch nicht kennen." Anfälligster Bereich sei der Einkauf. Hier versäumten die meisten Unternehmen die Überwachung.
Dieser Artikel ist erschienen am 09.10.2003