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Auslandsengagement schafft auch Jobs in Deutschland

Rund 14 Prozent der Unternehmen mit 100 und mehr Beschäftigten haben zwischen 2001 und 2006 Aktivitäten vom heimischen Standort ins Ausland verlagert.

Insgesamt bauten sie in diesem Zeitraum 188.000 Arbeitsplätze in Deutschland ab. Im Gegenzug entstanden 105.000 neue Stellen am heimischen Standort. Für gering Qualifizierte wurden in diesen fünf Jahren 125.000 Arbeitsplätze im Zuge von Auslandsengagements abgebaut, aber lediglich 37 Prozent davon als neue Stellen mit vergleichbarer Qualifikation am bisherigen Standort eingerichtet.

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Für höher Qualifizierte wurden 63.000 Stellen verlagert, allerdings wurden für sie 59.000 neu geschaffen: Dies sind 94 Prozent der verlagerten Arbeitsplätze. Im Dienstleistungsbereich wurden in Deutschland sogar mehr Arbeitsplätze für höher Qualifizierte durch Verlagerung neu geschaffen als abgebaut. Insbesondere die wissensintensiven Dienstleistungsunternehmen richteten 20 Prozent mehr qualifizierte Arbeitsplätze neu ein, als sie ins Ausland verlagerten.

Quelle: Statistisches Bundesamt, Wiesbaden. EU-weite Erhebung, in der 20.000 deutsche Unternehmen zu Ursachen, Umfang und Auswirkungen wirtschaftlicher Verlagerungen befragt wurden.

Infos: www.destatis.de
Dieser Artikel ist erschienen am 11.05.2008