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Aus Arbeitslosen werden Gründer

Im Jahr 2001 haben die Arbeitsämter 95.700 Arbeitslosen bei der Gründung einer selbstständigen beruflichen Existenz geholfen. Seit Einführung des Überbrückungsgeldes 1986 sind rund 800.000 Existenzgründer mit einem Gesamtaufwand von 4,86 Milliarden Euro gefördert worden. Als Überbrückungsgeld wird sechs Monate lang der Betrag gezahlt, den der Arbeitnehmer zuletzt als Arbeitslosengeld oder Arbeitslosenhilfe bezogen hat. Auch die entsprechenden Sozialversicherungsbeiträge werden übernommen. Drei Jahre nach der Existenzgründung sind noch 70 Prozent der Geförderten als Selbstständige tätig. Zwölf Prozent haben in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung gewechselt, und nur elf Prozent der Existenzgründer waren nach diesem Zeitraum wieder arbeitslos. Rechnerisch entfiel auf jeden geförderten und nach drei Jahren noch selbstständigen Existenzgründer ein neuer Mitarbeiter.

Quelle: Bundesanstalt für Arbeit, Nürnberg.
Dieser Artikel ist erschienen am 05.02.2002