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Auf unangenehme Fragen souverän reagieren

Personalverantwortliche versuchen Bewer­ber im Vorstellungsgespräch häufig mit unangenehmen und für den Bewerber über­raschenden Fragen aus der Reserve zu locken. Das Job- und Wirtschaftsmagazin karriere rät, darauf möglichst souverän und authentisch zu reagieren. ?Am besten sollten Job­suchende mit spontaner Offenheit und möglichst wahrheitsgemäß antworten?, empfiehlt karriere-Chefredakteur Jörn Hüsgen. So sollte man etwa auf die Frage, ob man sich noch bei anderen Unternehmen beworben hat, ruhig ehrlich sein. Mit dem Zusatz: ?Aber Ihr Unternehmen ist für mich definitiv die erste Wahl.?Wenn der Interviewer fragt, was der Lebenspartner von den beruflichen Plänen hält, sollten Bewerber mit einer generellen Aussage wie ?Er/Sie unterstützt mich voll und ganz und freut sich, wenn ich meine Ziele erreiche? parieren. ?Der Hinweis, dass der Partner nur ungern nach Paderborn zieht, wird den Personaler dagegen nachdenklich stimmen?, so Hüsgen. Gleiches gilt für die zentrale Frage, warum man sich gerade bei dem betreffenden Unternehmen beworben hat. Der typische Hinweis, dass man mit seiner aktuellen Stelle unzufrieden ist und einen Tapetenwechsel braucht, wird nur die wenigsten Personaler begeistern. Stattdessen sollten Bewerber auf Entwicklungsmöglichkeiten und Herausforderungen der neuen Aufgabe eingehen.

Die besten Jobs von allen

Bei der Frage nach eigenen Schwächen sollten Bewerber auf Floskeln wie ?Ich bin zu ungeduldig? oder ?Ich verlange manchmal zu viel von mir? verzichten. Diese Standard­antworten sagen wenig über den Bewerber aus. Stattdessen sollten Bewerber die Chance nutzen, auch bei dieser unvermeidlichen Frage ihre Stärken auszuspielen und zu verstehen geben, dass man beispielsweise fehlende Fähigkeiten gerade durch eine Fortbildung schließt.Die Dezember-Ausgabe von karriere erscheint am 18. November 2005.
Dieser Artikel ist erschienen am 17.11.2005