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Auf Herz und Nieren

"Venus Express ist wirklich der passende Name", schmunzelt Projekt-Manager Don McCoy. Die Verwirklichung der Mission hat nur vier Jahre in Anspruch genommen - ein Wimpernschlag im planungs- und zeitintensiven Raumfahrtgeschäft. 25 Firmen aus 14 europäischen Ländern haben daran mitgearbeitet, waren an diesem logistischen Kraftakt beteiligt. Die zehnmonatige Testphase in Toulouse ist seit einigen Wochen erfolgreich absolviert. Grünes Licht für die große Reise.
"Venus Express ist wirklich der passende Name", schmunzelt Projekt-Manager Don McCoy. Die Verwirklichung der Mission hat nur vier Jahre in Anspruch genommen - ein Wimpernschlag im planungs- und zeitintensiven Raumfahrtgeschäft. 25 Firmen aus 14 europäischen Ländern haben daran mitgearbeitet, waren an diesem logistischen Kraftakt beteiligt

Um die erhofften Ergebnisse (Die Atmosphäre der Venus gibt Wissenschaftlern nach wie vor Rätsel auf - obwohl seit 1964 schon 20 US-amerikanische und russische Missionen "vor Ort" waren.) mit zur Erde bringen zu können, musste sich der Express auf Herz und Nieren prüfen lassen

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Die letzte zehnmonatige Testphase in Toulouse ist seit einigen Wochen erfolgreich absolviert. Grünes Licht für die große Reise, Erleichterung bei den Technikern

Der Satellit muss auf seinem Weg durchs All kolossale Belastungen aushalten, die am Boden bestmöglich simuliert wurden. Vibrations- und akustische Tests haben sichergestellt, dass der Satellit den Start übersteht. Mit Thermo- und Vakuumtests wurden die unwirtlichen Bedingungen der Reiseroute - extreme Temperaturen und Schwerelosigkeit - simuliert

ESAs Venus Express ist mittlerweile schadlos in Baikonur/Kasachstan angekommen. Dort wartet der Stolz der europäischen Raumfahrtorganisation auf seinen großen Einsatz. Allerdings nicht in einer stillen Garage. Nach dem sensiblen Transport im Flugzeug nehmen Heerscharen von ESA-Technikern noch einmal jeden Schaltkreis, jede Schraube und jedes Kabel genau unter die Lupe. Damit beim Start am 26. Oktober auch wirklich nichts schiefgeht

Fotos: ESA
Dieser Artikel ist erschienen am 06.09.2005