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Auf den Zahn gefühlt

Deutsche Studenten bringen den US-Amerikanern die Präsidentschaftswahl näher: Über das Internet vermitteln sie Kontakte zu den Kandidaten. Fragen können als Texte, Ton- oder Videobotschaften verfasst werden.
Sie bringen den US-Amerikanern die Präsidentschaftskandidaten näher: Vier deutsche Studenten und Absolventen der Fachhochschule Brandenburg, der Humboldt-Universität zu Berlin sowie der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Dresden sind mit der Onlineplattform www.straight2thecandidates.com gestartet.

Dank Caveh Valipour Zonooz, 24, Jörg Schiller, 26, Alexander Puschkin, 23, und Till Pape, 29, können Amerikaner mit Kandidaten der US-Präsidentschaftswahl 2008 in Kontakt treten. Fragen können als Texte, Ton- oder Videobotschaften verfasst werden, die Politiker antworten dann auf drei verschiedene Beiträge. ?Uns geht es um öffentliche und transparente Kommunikation?, sagt Zonooz. Die Demokraten Barack Obama und Dennis Kucinich haben bereits zugesagt, Fragen, die ihnen über das Portal gestellt werden, zu beantworten. Über 30 Studenten verschiedener US-amerikanischer Unis arbeiten ehrenamtlich an dem Projekt und stellen den Wahlkampfmanagern der Kandidaten das Portal vor. Sie seien ?auch an Hillary Clinton dran?, sagt Zonooz.

Die besten Jobs von allen


Diese Art der ?many-to-one?-Kommunikation ist seit vergangenem Jahr in Deutschland zum Beispiel mit Angela Merkel und Norbert Lammert über www.direktzu.de möglich. Die vier Initiatoren hatten Kanzlerin Merkel eine E-Mail geschrieben, aber keine Antwort erhalten ? so dass sie schließlich ihren eigenen Weg der Kommunikation mit der Kanzlerin ?erfanden?.
Dieser Artikel ist erschienen am 24.10.2007