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Auch Schwarz-Schilling hatte Vertrag mit Kirch

Die Liste der prominenten Politiker, die sich in irgendeiner Weise auf der Payroll von Ex-Medienmogul Kirch befunden haben, wird immer länger.
Ex-Medienmogul Leo Kirch. Foto: dpa
HB/dpa HAMBURG. Wie Schwarz-Schilling dem Nachrichtenmagazin ?Der Spiegel? bestätigte, war seine im hessischen Büdingen ansässige Firma Dr. Schwarz-Schilling & Partner GmbH ?Mitte der 90er für zwei oder drei Jahre? für die Kirch-Gruppe tätig. Schwarz-Schilling war von 1982 bis 1992 Postminister.Es habe sich in seinem Fall nicht um einen ?Pro-forma-Lobbyistenvertrag? gehandelt, sondern es sei inhaltlich um die ?Weiterentwicklung oder sogar eine Alternative? für Kirchs Pay-TV- Decoder gegangen, sagte Schwarz-Schilling dem ?Spiegel?. Über die Höhe der Bezüge wollte er nichts sagen.

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Kohl war zwischen 1999 und Anfang 2002 bezahlter Berater des inzwischen insolventen Medienunternehmens von Kirch. Auch der ehemalige Finanzminister Theo Waigel sowie Ex-Postminister Wolfgang Bötsch (beide CSU) hatten nach eigenen Angaben entsprechende Vereinbarungen mit Kirch. Der frühere Verteidigungsminister Rupert Scholz (CDU) sei ebenfalls mehrere Jahre beratend für Kirch tätig gewesen, hatte der ?Spiegel? berichtet. Nach Informationen des Magazins waren die Verträge jeweils mit sechsstelligen D-Mark-Summen im Jahr dotiert.
Dieser Artikel ist erschienen am 17.04.2003