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Arbeitszeugnis: Kein Anspruch auf gute Wünsche

Ein Arbeitgeber muss den Weggang eines Beschäftigten im Arbeitszeugnis nicht bedauern. Das Bundesarbeitsgericht in Erfurt entschied, dass Arbeitnehmer keinen Anspruch auf eine entsprechende Schlussformel hätten. Ein Zeugnis müsse lediglich so formuliert sein, dass es aus sich heraus verständlich sei, begründeten die Richter ihre Entscheidung. Geklagt hatte eine Sachbearbeiterin, die verlangt hatte, die folgende Schlussformel aufzunehmen: "Wir bedauern ihr Ausscheiden und danken ihr für die stets gute Zusammenarbeit. Für die Zukunft wünschen wir Frau H. alles Gute und weiterhin viel Erfolg." Eine Schlussformel gehöre nicht zu dem gesetzlich bestimmten Mindestinhalt eines Zeugnisses, argumentierten die Richter

BAG-Urteil, Aktenzeichen: 9 AZR 44/00

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Dieser Artikel ist erschienen am 05.03.2001