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Arbeitnehmer sehen Zukunft kritisch

Das Gros der deutschen Unternehmen blickt äußerst positiv ins neue Jahr: 78 Prozent gehen davon aus, dass sie 2004 bessere Geschäfte als in diesem Jahr machen werden, nur vier Prozent der befragten Firmen rechnen mit einer Verschlechterung der Lage. Das ergab eine exklusive Umfrage des Job- und Wirtschaftsmagazins Junge Karriere unter 200 großen und mittelständischen Unternehmen, darunter Deutsche Bank, BMW, Philips und Siemens.

Bei den deutschen Arbeitnehmern ist dieser Optimismus dagegen noch nicht angekommen, wie eine parallele Online-Umfrage von Junge Karriere in Kooperation mit dem Stellenmarkt des Internet-Karriere-Netzwerks Monster zeigt. 65 Prozent der insgesamt 2.100 Befragten erwarten weiteren Stellenabbau und eine steigende Arbeitslosigkeit. Gut die Hälfte geht sogar davon aus, dass im kommenden Jahr noch mehr Leute entlassen werden als bisher. Nur vier Prozent der Umfrage-Teilnehmer glauben dagegen, dass der Jobmotor im neuen Jahr richtig in Fahrt kommt.

Die besten Jobs von allen


Der Pessimismus der Arbeitnehmer ist nicht unbegründet, wie ein weiteres Ergebnis der Unternehmensbefragung zeigt: Danach wollen nur 21 Prozent der Firmen im kommenden Jahr zusätzliche Mitarbeiter einstellen; 43 Prozent der Unternehmen planen sogar ihren Beschäftigungsstand im Vergleich zu 2003 noch zu reduzieren. Langfristig (bis Ende 2010) gehen sie aber von einer spürbaren Senkung der Arbeitslosenzahlen aus: An eine Zahl von unter vier Millionen glauben 44 Prozent der Befragten; weniger als drei Millionen Jobsuchende hält gut ein Drittel für realistisch.

Dieser Artikel ist erschienen am 16.12.2003