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Arbeitgeber muss Attest nicht glauben

Kommt ein Arbeitnehmer einer Überprüfung einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung nicht nach, kann er den Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall verlieren.
Kommt ein Arbeitnehmer einer Untersuchung beim Medizinischen Dienst der Krankenkasse zwecks Überprüfung einer zweifelhaften Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung nicht nach, indem er tags zuvor eine Eigenkündigung ausspricht, verliert er den Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall.Der Grund: Zwar genügt es im Regelfall, wenn der Arbeitnehmer eine ärztliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorlegt. Denn das ordnungsgemäß ausgestellte ärztliche Attest ist der gesetzlich ausdrücklich vorgesehene und insoweit wichtigste Beweis für das Vorliegen krankheitsbedingter Arbeitsunfähigkeit.

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Der Arbeitgeber kann jedoch den Beweiswert des Attests erschüttern, indem er für den Mitarbeiter einen Termin beim Medizinischen Dienst anberaumen lässt. Verhindert der Arbeitnehmer dann eine Untersuchung durch den Medizinischen Dienst, kann er später aus dem Attest keine Ansprüche mehr herleiten.LAG Hamm, Az.: 18 Sa 1137/02
Dieser Artikel ist erschienen am 07.07.2003