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AOL weist Zulassungsbescheide der Havard-Universität als Spam-Mail zurück

Auf unerwartete Probleme stieß die US-amerikanische Elite-Universität Havard, als sie ihren Studienbewerbern die Zulassungsbescheide per E-Mail schicken wollte: Der E-Mail-Server des Internet-Providers AOL stufte die von den Bewerbern sehnlichst erwarteten Bescheide als unerwünschte Werbung ein und schickte sie umgehend zurück. Normalerweise sind die automatischen E-Mail-Filter bei den Providern dazu gedacht, Kunden vor einer Flut sogenannter Spam-Mails zu schützen. "Es ist schwer zu sagen, was das System veranlasst hat, die E-Mails von Havard herauszufiltern", sagte ein Sprecher von AOL.

Die Havard University hatte sich in diesem Jahr für die E-Mail-Benachrichtigung entschieden, nachdem das Auftauchen von Milzbrand-Erregern den üblichen Postversand als zu riskant hatte erscheinen lassen. Im nächsten Jahr will die Universität ihre Bewerber nun doch wieder per Post benachrichtigen.
Dieser Artikel ist erschienen am 11.01.2002