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AOL-Datenskandal fordert prominentes Opfer

Beim Internetdienstleister AOL kostet der Skandal um versehentlich freigegene Kundendaten Technologiechefin Maureen Govern den Posten: Einem internen Memorandum des Unternehmens zufolge ist Govern nach nicht einmal einem Jahr an Bord des US-Riesen zurückgetreten.
HB DULLES. Der ehemalige Technologiechef und heutige President John McKinley solle übergangsweise die Aufgaben übernehmen, hieß es in dem Memorandum, dass der Nachrichtenagentur Reuters am Montag vorlag. Govern war erst im September 2005 vom Personal- und Kundenbetreuungs-Dienstleister Convergys zu AOL gewechselt. Das Unternehmen lehnte eine Stellungnahme ab; allerdings ist auf der AOL-Internetseite nichts mehr zu Maureen Govern zu finden.Die Internet-Tochter des Medienkonzerns Time Warner hatte am 7. August reumütig eingeräumt, Informationen über rund 20 Millionen Stichwortsuchen von fast 660 000 anonymen Nutzern über einen Zeitraum von drei Monaten im Internet freigegeben zu haben. Dies habe gegen die Firmenpolitik verstoßen, entschuldigte sich AOL. Der Vorfall hatte Datenschützer auf den Plan gerufen, die von den US-Behörden eine Überprüfung des Umgangs mit Daten bei AOL forderten.

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Dieser Artikel ist erschienen am 22.08.2006