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Anna Wilkens

Meet me!
Ich bin als Tochter einer amerikanischen Mutter und eines deutschen Vaters zwischen zwei Sprachen und zwei Kulturen aufgewachsen. Man kann das ruhig wörtlich nehmen. Freunde würden bestätigen, dass ich einen Hang dazu habe, das Englische und Deutsche beliebig zu mischen. (Zu meinem Vorteil ist dies im von Anglizismen befallenen, beruflichen Sprachgebrauch allerdings nicht weiter auffällig.) Die oft gestellte Small-Talk-Frage, wo es mir besser gefällt - USA oder Deutschland? -, habe ich bis heute nicht beantworten können.
Wohnungssuche und Makler-Mania
Spanisch 24-7
Viel zu tun und keine Zeit!

Das ist kein belastender Zwiespalt, sondern eher ein konsequentes Weigern meinerseits, sich zu entscheiden, welches sich übrigens auch in meinem Lebenslauf niederschlägt. Nach sechs Jahren deutschem Gymnasium folgten zwei Jahre an einer amerikanischen Highschool mit fließendem Übergang zu einer amerikanischen Universität, wo ich vier Jahre lang VWL studiert habe (mit einem kurzen Abstecher nach Berlin). Mit Bachelor-Diplom in der Tasche begann dann diesseits des Atlantiks vor ca. drei Jahren mein Berufsleben als Unternehmensberaterin bei The Boston Consulting Group in Frankfurt.
Und gerade als sich das Pendel wieder in Richtung USA bewegen wollte, zwecks MBA, ist etwas vollkommen Unwartetes in den Mittelpunkt meines Horizonts gerückt: die IESE Business-School in Barcelona. Dort werde ich ab September diesen Jahres an dem full time MBA-Programm teilnehmen. Vor zwei Jahren, als ich mich zum ersten Mal ernsthaft mit dem MBA-Gedanken beschäftigte, war das wo, wann und für wie lange allerdings noch völlig offen

MBA, ist das was für mich?
Zugegeben, diese Frage hat sich für mich nicht lange gestellt. Mein Arbeitgeber hatte mir trotz meines Bachelor-Abschlusses und meines relativ jungen Alters - verglichen mit deutschen Hochschulabsolventen fast schon eine Kuriosität - einen fairen Einstieg in die strategische Beratung ermöglicht. Mir wurde jedoch deutlich gesagt, dass für das Erreichen der nächsten Karrierestufe ein MBA-Abschluss von Nöten wäre.
Von diesem Zeitpunkt an stand das Besuchen einer Business-School als nächster logischer Schritt für mich fest. Womöglich geht es einigen anderen MBAlern ähnlich, allerdings - soweit ich es beurteilen kann - spielt generell eher der Wunsch nach Veränderung bzw. nach etwas Neuem, z.B. nach dem Sprung in eine andere Industrie oder in die Unabhängigkeit, die ausschlaggebende Rolle in der MBA-Entscheidung. Die ca. zwanzig Institute, mit denen ich mich näher beschäftigt hatte, betonen alle den katalysierenden Charakter ihres Programms. So wird neben dem rigorosen, zumeist auf Fallstudien basierten Stundenplan vor allem auch auf die maßgeschneiderte Karriereberatung und auf das über sämtliche Industrien, sich global erstreckende Netzwerk hingewiesen.
Egal aus welcher Branche man kommt, wenn man eine Neuorientierung oder Wissenserweiterung wünscht, ist man hier auf jeden Fall richtig. Ganz in diesem Sinne hätte es mich also nicht überraschen sollen, als ich auf einem meiner ersten Treffen mit zukünftigen IESE-Kommilitonen einem Weinhersteller, einem Kunsthändler (ehemals Meeresbiologe) und einem Tierarzt begegnet bin.

Die besten Jobs von allen


Zu viele Wege führen nach Rom!
Neben der beruflichen Vielfalt ist mir an diesem Abend außerdem aufgefallen, dass sich im spanischen Sprachraum der Besuch der IESE in einigen Kreisen schon fast als Familientradition etabliert hat. Viele meiner spanischen oder lateinamerikanischen Kommilitonen berichten stolz von ihren Geschwistern, ihrem Vater oder ihrer Mutter, die auch auf der IESE studiert haben. Für diese angehenden MBAler stand das Ziel-Programm von vorne herein vermutlich fest. Für mich hingegen sollte die Auswahl meiner bevorzugten Business-Schools die erste große Herausforderung werden. Aus über zwanzig Instituten versuchte ich berater-typisch - und in diesem Falle etwas naiv - mit Hilfe eines einfachen Kriterienrasters eine short-list zu generieren.
Das Programm sollte eine so genannte general-management-education anbieten, mit der Möglichkeit, sich auf Marketing und/oder Strategie zu spezialisieren. Die Studentenschaft sollte möglichst international sein, und die Karriereberatung auch auf die für Frauen typischen work-life-balance-Fragen Antwort geben können.
Nach eifrigem Durchforsten von Web-Seiten und Broschüren war ich keinen Schritt weiter gekommen. LBS sprach von der London-Advantage, Colombia von der New-York-Advantage, usw. Alle hatten einen boomenden women-in-business-club, Jahrgänge, die zu 150% aus internationalen Studenten bestanden (so schien es zumindest), und sämtliche Schwerpunkte waren im Kursangebot vertreten. Wie ich feststellen musste, ist, um die feinen Unterschiede zu erkennen und Favoriten zu bestimmen, viel Zeit und persönlicher Einsatz erforderlich.

Um einen etwas differenzierteren Eindruck zu gewinnen, sind die MBA-Messen, die übers Jahr verteilt in allen deutschen Großstädten stattfinden, sehr hilfreich. Hier kann man sich direkt mit Admissions-Vertretern, Alumni und Studenten über den MBA unterhalten. Man kann auch ohne weiteres die provozierende Frage stellen: Warum ist Euer Programm das Richtige für mich? Nach zweimaligem Besuchen dieser Veranstaltung konnte ich mich auf zehn Business-Schools beschränken.
Hmmm. Für meinen Geschmack waren das immer noch sieben zu viel. Meine nächsten Anlaufstellen waren die von den einzelnen Instituten organisierten Präsentationen und Alumni-Diskussionsrunden. In diesen kleineren Kreisen, die zumeist mit Cocktails und Canapes ausklangen, erkannte ich schließlich viele der besagten feinen Unterschiede. IESE wurde an einem dieser Abende für mich zum klaren Favorit. Ich fand die Idee, den MBA mit einem kulturellen und sprachlich neuen Erlebnis zu verbinden, ohnehin schon sehr verlockend. Und dann war da noch diese unheimlich authentische und begeisterte Art, wie Mitarbeiter und Alumni von ihren Erlebnissen und den Idealen des Instituts berichteten.
Dabei gefiel mir besonders, dass sich IESE im Non-profit-Bereich engagiert, dass Wirtschaftsethik einen hohen Stellenwert im Studienplan einnimmt und dass das Programm sehr bestrebt ist, auf die Wünsche, die besonderen Umstände und die speziellen Ziele jedes Einzelnen einzugehen. Natürlich bekomme ich oft zu hören, dass ich mich lediglich vom warmen Klima, dem traumhaften Stadtstrand und der unvergleichlichen Night-Life habe anlocken lassen. Tja, obwohl es nicht ausschlaggebend war, gebe ich zu, dass diese Faktoren ebenfalls auf meiner Vor- und Nachteilsliste als Plus aufgeführt waren.

Die Kunst, auf große Fragen kurze Antworten zu geben
Der Filterprozess hat zwar lange gedauert, erwies sich aber als sehr nützlich für die eigentliche Bewerbung. Auf MBA-Bewerbungsbögen tauchen zwei Fragen ohne Ausnahme immer auf: 1) Wo siehst du dich nach dem MBA und in 10 Jahren? und 2) Warum möchtest du an unserem MBA-Programm teilnehmen? Die zweite Frage konnte ich verständlicherweise, nachdem ich vier Monate lang Programme begutachtet und verglichen hatte, ohne weiteres beantworten. Die erste Frage empfand ich im ersten Augenblick als Zumutung. Nicht genug dass einem abverlangt wurde, ernsthaft weit in die Zukunft zu denken, nein, es galt, das Ganze auch in weniger als 600 Worten zu schildern. Ich bin also meinem Verdrängungsinstinkt gefolgt und habe diese Frage bis zuletzt aufbewahrt. Irgendwann im Dezember letzten Jahres war es dann soweit.
Der erste Abgabetermin war bedrohlich nahe gerückt, so dass ich mich gezwungen sah, mich der großen Frage zu stellen. Wo würde ich in zehn Jahren beruflich stehen? Der Analytiker würde allgemein gültige Wahrscheinlichkeiten bzw. Risiken und eigene Erfahrungswerte nutzen, um eine plausible Antwort zu finden. Für die MBA-Bewerbung nicht empfehlenswert! Admissions möchte aus diesen kurzen Antworten Unternehmensgeist, Individualität und vielleicht sogar eine Prise Vision erkennen.
Um auf diese Schiene zu gelangen, habe ich einen kleinen Trick angewandt. Ich stellte mir nicht die Frage, wo sehe ich mich in 10 Jahren, sondern wo wäre ich gerne in 10 Jahren? Mögliche einschränkende Bedingungen konnte ich somit ignorieren und dafür meinen Idealvorstellungen im Beruf freien Lauf lassen. Ein Volltreffer! Erstens konnte ich somit eine angemessene Antwort auf die Bewerbungsfrage formulieren. Und zweitens bin ich durch das aktive Schmieden von Zukunftsplänen in richtige Aufbruchsstimmung gekommen. Die Vorfreude auf September hat sich auf jeden Fall intensiviert

Vor den Toren Barcelonas
Na ja, "vor den Toren?" ist etwas übertrieben, aber es ist für mich tatsächlich schon in knapp zwei Monaten soweit, samt Gepäck ins Taxi zu steigen und gen Flughafen zu fahren. Meine Wohnungssuche ist immer noch voll am Laufen. Ich muss außerdem noch ein Bankkonto in Barcelona eröffnen, einen neuen Handyvertag abschließen und Versicherungsschutz beantragen. Mir fehlen also noch alle Grundzüge einer guten Infrastruktur. Dazu kommen noch die Verabschiedungen hier in Deutschland und meine bevorstehende, längst überfällige USA-Reise, um dort ansässige Familie und Freunde zu besuchen. Der letzte Besuch ist zweieinhalb Jahre her.
Ob ich nicht doch ein bisschen Wehmut empfinden werde, mich nicht für New York entschieden zu haben? Ich denke nicht. Bislang habe ich mich immer zwischen zwei Welten bewegt, in denen ich mich gleichermaßen heimisch fühle. Doch mit dem MBA wollte ich nicht dem Wunsch nach Bequemlichkeit, sondern dem Drang nach Herausforderung folgen - IESE und Barcelona bieten mir diese auf allen erdenklichen Ebenen. Beruflich, privat, sprachlich und kulturell wird sich dort für mich eine neue Welt öffnen. Vor den Toren Barcelonas stand ich vor ca. vier und halb Monaten. Mittlerweile kann ich mich mehr oder weniger (mas o menos) auf Spanisch verständigen, ich weiß dass ich von der Persönlichkeitsfarbe her ein blauer Typ bin und ?activity based cost accounting? ist mir jetzt ein Begriff. But first things first

Wohnungssuche und Makler-Mania
Prinzipiell gilt die Regel, dass Juli-August der ungünstigste Zeitraum ist, um sich in spanischen Großstädten eine Wohnung zu suchen. Möblierte studentengeeignete Wohnungen kommen entweder zu Semesterende (Ende Juni) wieder auf den Markt und sind dann schnell wieder weg oder zu Semesteranfang (September). Also, um eventuellen Stress der Last-Minute Wohnungssuche zu vermeiden, haben ich mich zusammen mit einer meiner 4 zukünftigen Mitbewohnerinnen schon Ende Juni auf die Suche nach der idealen Studentenbude begeben. Wir waren fest der Meinung, dass die tüchtig geleistete Vorarbeit sich als Erfolgsrezept erweisen würde. Wir hatten mit den bekanntesten Barcelona Makleragenturen unsere Suchkriterien besprochen -5 Schlafzimmer, mind. 3 Badezimmer, Heizung, Klimaanlage, etc.-, Empfehlungen eingeholt und anschließend Besichtigungstermine vereinbart. Unsere 4 Tage waren somit ziemlich durchgetaktet und wir waren uns sicher, dass sich bei den 10 Wohnungen etwas finden würde.

Absolute Fehlanzeige!!! Interessant war, dass es fast allen Maklern gelungen ist über unsere klaren Anforderungen hinwegzusehen. Einige der Mietobjekte hatten nur 3 Schlafzimmer, zwei lagen außerhalb der Stadt, wiederum andere lagen 50-70% über unserem Preis?Darauf angesprochen, reagierten die meisten etwas verwirrt und sagten Dinge wie ? Hmmm, ich hätte schwören können, dass es hier 5 Schlafzimmer gibt.? Na ja, nach mehreren verzweifelten Versuchen doch noch eine versteckte Tür zu finden, haben wir auch diese Maklerin von unserer Liste gestrichen. War das einfach nur Pech? Eine Aneinanderreihung unglücklicher Zufälle? Hmmm?. Zu guter letzt sind wir dann doch noch fündig geworden und zwar über das IESE-Netzwerk. Ein IESE-Student im zweiten Jahr hatte uns an eine gute Bekannte weiterempfohlen, die ihre sehr geräumige und universitätsnahe Wohnung vorzugsweise an IESE Studenten vermieten wollte. Die Lage passte, genug Zimmer waren auch da und die Besitzerin zeigte sich hinsichtlich des Mietpreises recht flexibel. Sie konnte sich ja immer noch gut an die eigene Studentenzeit und die damit verbundenen finanziellen Engpässe gut erinnern!. Ende August sind wir in unser neues zu Hause eingezogen. Spanisch 24-7
Ab Mitte September war ?total immersion? angesagt. Zwei Wochen lang hatten wir Neuankömmlinge montags bis samstags von morgens um 10 bis nachmittags um 6 auf dem IESE Campus Spanisch Unterricht. Binnen kürzester fand ich mich in der Lage ganze Unterhaltungen auf Spanisch zu führen, so fern es sich grammatikalisch auf das Präsenz beschränken ließ und mein Gegenüber sich entweder bereit sah oder, auf Grund eigenem spanischen Nichtwissens, gezwungen sah eben so langsam und deutlich zu sprechen wie ich. Nach außen hin vielleicht nichts Überragendes und für Spanier ?die übrigens so schnell reden, wie Deutsche auf der Autobahn fahren ? bestimmt keine Leistung, aber für mich ein großer Schritt. Immerhin, sprach ich vor IESE kein Wort Spanisch. Der Lerneffekt wurde dadurch verstärkt, dass die meisten von uns aktiv versuchten, das Gelernte außerhalb des Unterrichts auch einzusetzen. Beim Einkauf, beim gemeinsamen Abendessen und bei den nächtlichen Bar- und Clubgängen. Spanisch 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche?Na ja, fast. Die Versuchung doch ins Englische zurückzufallen hat in dieser Anfangsphase ab und zu die Oberhand gewonnen. Insgesamt konnten wir aber mit unserer Sprachentschlossenheit zufrieden sein. Viel zu tun und keine Zeit! Vor einigen Wochen, an einem Sonntag stellte ich plötzlich fest, dass ich keine Pläne hatte. Ich hatte keine Cases zu lesen, ich hatte mich nicht verabredet, musste mich an keiner Studenteninitiative beteiligen, die Wohnung war sauber und so weiter und so fort. ?Finally free!? schoss mir durch den Kopf?

Freizeit im MBA ist Luxus. Diese Erkenntnis hat eine gewisse Ironie, wenn ich an diejenigen denke die das IESE Programm belächeln und es als ?Life-Style-MBA? bezeichnen. Weit gefehlt. Der typische Tag eines IESE first years, beginnt mit dem morgendlichen Team-Meeting um 8:30, um die Fallstudien des Tages zu besprechen (und so einiges anderes, je nachdem wie hoch der Müdigkeitspiegel steht). Wenn man nicht im unmittelbaren Umfeld der Schule wohnt und kein Scooter besitzt, sprich mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Auto unterwegs ist, muss man mit 40 Minuten Fahrt oder mehr rechnen. Die Schlafmaximierer unter uns haben sich mittlerweile alle längst ein Motorrad angeschafft. Nach den Team Meetings, laufen von 9:30 bis 15:15 Uhr die Vorlesungen. In der Mittagspause wird nicht immer, aber immer öfter hastig gegessen, um an Speaker-Events, Konferenzen oder Student-Club-Meetings teilnehmen zu können. Nach der letzten Vorlesung geht es bis 17:00 Uhr für einen Großteil des Jahrgangs mit dem Spanischunterricht weiter. In der Bibliothek findet man nach 16:00 Uhr keinen Platz mehr, also begeben sich die meisten Internationals nach Spanisch nach Hause, um die Fallstudien für den nächsten Tag vorzubereiten. 3 Stück a 2 Stunden, dass ist die empfohlene Zeit. Wenn man auch noch vorhat zu essen, ein bisschen zu entspannen, vielleicht mal zu Hause anzurufen und ein paar Freunden Emails zu schreiben, wird es schnell 2:00 Uhr morgens. 5 Stunden später heißt es dann aufstehen und das ganze beginnt von vorne, montags bis freitags. Auch am Wochenende bleiben wir nicht ganz verschont. Samstag-Deadlines sind ein sehr beliebtes und häufig genutztes Instrument der IESE Fakultät. Life-Style??.wohl kaum.

Doch ein kollektives Leidenserlebnis ist es auch nicht, viel mehr eine einmalige und für das spätere Berufsleben sehr wertvolle Lernerfahrung, wie man trotz hoher Arbeitsbelastung, unzähligen Gelegenheiten der Mehrbeschäftigung, Prioritäten setzt und ein Gleichgewicht bewahrt. What to do? Diese Frage muss jeder für sich hier beantworten. Leichter gesagt als getan, denn verlockend ist fast alles: Luxury-Goods Conference, Venture Capital Competition, der Cigars-and-Whiskey Club (ab und zu auch mit dem guest-star-cocktail ?Mojito?), etc., etc. etc. Entscheidungen müssen aber getroffen werden, sonst droht der berüchtigte ?burn-out?. Und wirklich, es wird einfacher, wenn man sich entscheidet und bewusst nicht versucht bei allem zu 100% dabei zu sein.

Nach dem ersten Term spätestens beginnt man abzuwägen, wie viel Zeit man denn nun wirklich dem Marketing Kurs widmen möchte, wenn man eigentlich ein Operations-Fan ist. Man stellt sich auch die Frage was besser wäre, zweimal die Woche Fitness und mindestens 6 Stunden Schlaf oder lieber auf Kosten der Gesundheit jede Zahlenquelle in eine Analyse umwandeln. (Zitat unseres Finance Professors: ?If you torture the numbers enough, they will confess?. Hmmm?Sicherlich hat man sich das bei Worldcom auch gesagt.) Unweigerlich kommt auch die Frage warum ist man in Barcelona einer der interessantesten und schönsten Städte Europas, wenn man sich nicht auch mal die Zeit nimmt am Stadtleben und an dem reichen Kulturangebot teilzunehmen. Tja und dann ist man auch schon soweit: Work hard when it matters, but have a life. Der MBA ist ein Marathon, hat man uns zu Anfang gesagt und erfolgreich sein heißt durchhalten, heißt dass Ziel im Auge behalten, sich aber auch mal eine Pause gönnen. Die ?Finally Free?-Momente sollte man auskosten. Meine Empfehlung: Video-Abend, Sushi und ein erholsames Bad.
Dieser Artikel ist erschienen am 15.09.2005