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An Standardformulierungen halten

Arbeitnehmer, die Gelegenheit haben, ihr Arbeits­zeugnis selbst zu schreiben, sollten sich an den üblichen Aufbau und die Standardformulierungen der Zeugnissprache halten, rät das Job- und Wirtschafts­magazin karriere in seiner am 31. März erscheinenden April-Ausgabe

Sparsam sollte man mit zu viel Wertung und zu vielen Adjektiven sein, sondern strikt die neutrale Sicht des Arbeitgebers einnehmen. "Sie können sich nicht darauf ver­lassen, dass ein Arbeitgeber die schlimmsten Patzer in Ihrem Zeugnisentwurf schon korrigieren wird", sagt Bewerbungsberater Gerhard Winkler gegenüber karriere. "Vielleicht unterschreibt er einfach unbesehen.

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Der erste Satz nennt üblicherweise Namen, Geburtsdatum, Eintrittstermin und Position. Der zweite Absatz beschreibt kurz das Unternehmen; im folgenden Ab­schnitt über die Aufgaben des Arbeitnehmers stecken die wichtigsten Informationen. Wer sie nur stichwortartig in Bullet-Points untereinander auflistet, lässt die Wirkung verpuffen. Sinnvoll ist es, auch Routineaufgaben aufzuzählen. Besondere Leistun­gen und Erfolge sollten abgetrennt davon hervorgehoben werden - und zwar möglichst konkret: "Nennen Sie die Namen von Projekten. Haben Sie ein Event organisiert, dann sagen Sie welches. Haben Sie Schulungsmaterial fabriziert, geben Sie den Titel an", empfiehlt Winkler.

Der anschließende Bewertungsteil umfasst Arbeitsbereitschaft, Arbeitsstil, Führungs- beziehungsweise Mitarbeiterverhalten, Wissen, Lernbereitschaft, Sozial- und Kommunikationsverhalten. Vor allem der letzte Absatz ist mit seiner Schluss­beurteilung und den Verabschiedungsfloskeln hochgradig formalisiert. Arbeitnehmer sollten hier auf die üblichen Standardformeln zurückgreifen. Denn Zeugnisse sind nicht der richtige Ort, um seine Kreativität unter Beweis zu stellen.
Dieser Artikel ist erschienen am 31.03.2006