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Am besten im Osten

Foto: JenaFoto24.de / Pixelio.
Das Urteil der Studierenden ist eindeutig: Die besten Studienbedingungen finden sich in kleinen Fachhochschulen des Ostens, die schlechtesten in den Universitäten des Westens. Die Zufriedenheit mit der Hochschulausbildung ist nirgendwo niedriger als im Lehramt und nirgendwo höher als bei den angehenden Ingenieurinnen und Ingenieuren

Dies sind wichtige Ergebnisse des Studienqualitätsmonitors 2007, mit dem die Hochschul-Informations-System GmbH (HIS ) und die AG Hochschulforschung der Universität Konstanz knapp 22.000 Studierende von 150 Hochschulen befragt haben. In Zukunft wird diese Befragung jährlich durchgeführt

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Zu viele Studierende: Das Ausmaß an Beeinträchtigung durch Überfüllung von Veranstaltungen ist insbesondere an den Universitäten so beträchtlich, dass von einer gedeihlichen, ertragreichen Lehre in vielen Fällen nicht gesprochen werden kann. Für 50 Prozent der Studierenden an Universitäten (FH: 20 Prozent) kommt es z. B. in Seminaren häufig oder sehr häufig zu starken Beeinträchtigungen der Lernsituation durch Überfüllung

Zu wenig Feedback: Eine große Schwäche insbesondere der universitären Ausbildung ist das Feed-back durch die Professoren: Nur 18 Prozent (FH: 29 Prozent) bewerten das allgemeine Feedback zu den Lernfortschritten mit gut

Die Förderung des fachübergreifenden Denkens ist am stärksten in den Ingenieurwissenschaften ausgeprägt: 49 Prozent sehen sich darin stärker gefördert. Erschreckend gering ist demgegenüber die Förderung fachübergreifenden Denkens im Lehramt (nur 24 Prozent stärker gefördert)

Studierende an kleinen Hochschulen sind viel zufriedener als ihre Kommilitoninnen und Kommilitonen an den großen Massenuniversitäten. Im Osten Deutschlands ist die Zufriedenheit mit der Ausbildung deutlich höher als im Westen. Fachhochschulen bieten in der Regel bessere Ausbildungsbedingungen als Universitäten. Die Einflüsse durch Hochschulgröße, Ost/West-Lage sowie Hochschulart bestehen unabhängig voneinander und kumulieren in vielen Bereichen

www.his.de
Dieser Artikel ist erschienen am 11.12.2007