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Alle Jahre wieder

Tanja Dragon
Die Anzüge waren frisch gereinigt, die Schuhe geputzt und die Krawatten saßen perfekt. So konnte die Jobsuche auf dem Absolventenkongress starten. Die Messe, die alljährlich tausende Jungakademiker nach Köln lockt, ist eine der wichtigsten Kontaktbörsen für Absolventen und Young Professionals, denn hier können sie mit Topunternehmen auf Tuchfühlung gehen.
Die Anzüge waren frisch gereinigt, die Schuhe geputzt und die Krawatten saßen perfekt. So konnte die Jobsuche auf dem Absolventenkongress starten. Die Messe, die alljährlich tausende Jungakademiker nach Köln lockt, ist eine der wichtigsten Kontaktbörsen für Absolventen und Young Professionals, denn hier können sie mit Topunternehmen auf Tuchfühlung gehen. Von der Commerzbank über Peek Cloppenburg bis hin zu Vodafone waren über 250 namhafte Unternehmen vertreten.

"Wann hat man die Chance mehrere Bewerbungsgespräche an einem Tag zu führen?" Alexander Staub aus Gießen, der vor kurzer Zeit sein Studium der Wirtschaftswissenschaften beendete, zieht positive Bilanz. "Ich konnte heute viele Kontakte knüpfen und hatte zwei Bewerbungsgespräche bei meinen Wunschunternehmen. Morgen nutze ich die Gelegenheit um Vorträge zu besuchen und mich über weitere Unternehmen zu informieren.

Die besten Jobs von allen


Wie Alexander lieferten sich rund 12.000 Absolventen an zwei Tagen einen regelrechten Bewerbungs- und Vorstellungsmarathon. Über 100 Vorträge, Unternehmenspräsentationen und Expertenrunden informierten zusätzlich über Berufsfelder und Branchen. Die Absolventen hetzten über das Gelände, informierten sich und suchten das Einzelgespräch. Da waren lange Warteschlangen und Wartezeiten vorprogrammiert. Denn trotz des Andrangs gaben sich die Aussteller viel Mühe. Schließlich ging es darum, ihre Unternehmen mit qualifiziertem Nachwuchs zu versorgen. Wer nicht sofort einen Gesprächspartner ergatterte, konnte sich mit zahlreichen Give-Aways wie zum Beispiel einem Kaffee am Tchibo-Stand die Zeit vertreiben, oder bei Masterfoods sich einen Schokoriegel als Nervennahrung gönnen. In der Kienbaum Job-Arena prüften erfahrene Berater Bewerbungsunterlagen der Messebesucher und wiesen auf Fehler und Gestaltungsalternativen hin. Der Ansturm war hier ebenso groß wie im Karriere - Forum, das gemeinsam mit dem Magazin Junge Karriere moderiert wurde. Hier hatten die Jungakademiker die Möglichkeit, sich aktiv in Diskussionen zum Beispiel zum Thema Handel oder Consulting einzubringen.

"Der persönliche Kontakt in gelockerter Atmosphäre ist wichtig", so ein Mitarbeiter vom Management- und Outsourcing- Dienstleister Accenture. Das Unternehmen bot ein edles Ambiente, und der Stand glich eher einem Empfangsaal als einem Messestand. Susanne, Absolventin aus Bonn, schätzte ebenfalls die besondere Stimmung, spürte aber auch den negativen Beigeschmack einer solchen Messe. "Bei verschiedenen Gesprächen zum Beispiel mit Personalverantwortlichen der Deutschen Post oder Accenture habe ich mich einfach wohl und nicht angespannt gefühlt, ich rechne mir einige Chancen aus. Doch der Konkurrenzkampf zwischen den Absolventen ist groß, da bekommt man manchmal einige böse Blicke zugeworfen." Doch trotz Wetteiferns um die besten Jobs, herrschte im allgemeinen eine zufriedene Stimmung.

Der Veranstalter forum Verlag GmbH ist zufrieden: Schätzungsweise über 12.000 Absolventen besuchten die Messe und zahlreiche Unternehmen gaben ein positives Feedback. Der nächste Absolventenkongress in Köln findet am 24. und 25. November 2004 statt.

Weitere Informationen finden Sie unter www.absolventenkongress.de
Dieser Artikel ist erschienen am 01.12.2003