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Airline-Sterben

Innerhalb der nächsten zehn Jahre könnten in Europa nur noch fünf bis sieben Super-Airlines wie Lufthansa und Nischen-Anbieter wie Ryanair am Start sein. Heute sind in der EU noch 130 Fluglinien registriert. Auslöser ist ein neues EU-weites Luftverkehrsabkommen, das zunächst mit den USA, später mit dem Rest der Welt ausgehandelt werden und nach dem Willen von EU-Kommissarin Loyola de Palacio für mehr Wettbewerb sorgen soll. Bislang verhindern die bilateralen Verträge Zukäufe ausländischer Fluglinien, da deren Start- und Landerechte in den USA mit der Übernahme automatisch erlöschen. US-Experten schätzen, dass die vollständige Marktöffnung jährlich 17 Millionen mehr Fluggäste und Preisvorteile für Passagiere im Wert von mindestens fünf Milliarden Dollar bringen.
Dieser Artikel ist erschienen am 11.08.2003