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Agnelli als Chef der Fiat-Holding Ifil zurückgetreten

Gianluigi Gabetti, der der Familie Agnelli seit vielen Jahren nahesteht, folgt dem neuen Fiat-Präsidenten Umberto Agnelli im Amt des Chefs der Fiat-Finanzholding Ifil nach.
HB/dpa ROM. Agnelli werden jedoch auch zukünftig die zweite Finanzholding des Turiner Unternehmens, Ifi, führen, hieß es am Montagabend in einer Mitteilung der Gesellschaften.Zudem würden die Ifi-Beteiligungen an Fiat, dem Fußballklub Juventus Turin und der Bank Sanpaolo Imi an die Ifil übertragen, hieß es. Damit soll die zukünftige Struktur der Gruppe vereinfacht werden: Während Ifi eine Kontrollfunktion haben soll, werde Ifil operativ über die Beteiligungen walten. Die Operation habe einen Marktwert von 927 Mill. ?.

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Dies war das erste Treffen der Fiat-Holdings seit der Ernennung Umberto Agnellis zum neuen Fiat-Präsidenten am vergangenen Freitag. Die Familie Agnelli hält über die beiden Gesellschaften 34 % an Fiat. Über die erwartete Kapitalerhöhung seitens der Holdings für die verschuldete Fiat-Autosparte in Höhe von 250 Mill. ? wurden keine konkreten Angaben gemacht. Die Aktien von Ifi und Ifil waren in Erwartung des Treffens bereits am Morgen vom Handel an der Mailänder Börse ausgesetzt worden.Fiat hatte am vergangenen Freitag die Geschäftszahlen für 2002 mit Verlusten von vier Mrd. ? vorgelegt. Bei der Sitzung hatte der Verwaltungsrat unter der neuen Führung von Agnelli und Vorstandschef Giuseppe Morchio auch eine kräftige Kapitalerhöhung für Fiat Auto beschlossen. Die Gläubigerbanken der Gruppe drängten darauf, dass die Familie Agnelli selbst einen Teil des Geldes aufbringen soll. Auch US-Partner General Motors, der 20 % an Fiat Auto hält, könnte sich an der für die kommenden 18 Monate vorgesehenen Kapitalerhöhung beteiligen.
Dieser Artikel ist erschienen am 03.03.2003