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Abschleppkostenurteil bestätigt

Beim juristischen Gezerre um die Falschparker, die ihre Handynummer sichtbar im Auto hinterlassen, gibt es ein neues Urteil: Das Verwaltungsgericht Karlsruhe entschied jetzt ähnlich wie die Hamburger Kollegen im vergangenen Jahr. Danach müssen Falschparker nicht zwangsläufig die Abschleppkosten zahlen, wenn ihr Auto abtransportiert wird. Die Ordnungshüter müssten zunächst einen Anrufversuch - über Handy oder über die zuständige Zentrale - unternehmen und den Fahrer auffordern, den Wagen binnen fünf Minuten wegzufahren. Erst dann dürften sie den Abschleppdienst rufen. Das Knöllchen für verkehrswidriges Parken zahlt der Falschparker aber in jedem Fall. Und vermutlich nicht zu knapp, denn einige Städte sind vom Telefonzwang für ihre Politessen wenig begeistert.

VG Karlsruhe: Az. 8 K 3615/ 00
Dieser Artikel ist erschienen am 30.05.2002