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Ab in die Warteschleife

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Einstieg als Juniorberater, fünf Jahre Berufserfahrung und dann ab auf den Partnersessel ? das war einmal. Heute verharren Consultants, die auf spätere Teilhaberschaft hoffen, bis zu einem Jahrzehnt ? und oft sogar vergeblich ? in der Warteschleife. Die Chancen auf Partnerschaft sind laut einer aktuellen Studie der Universität St. Gallen besonders in großen Beratungen deutlich schlechter geworden.
Einstieg als Juniorberater, fünf Jahre Berufserfahrung und dann ab auf den Partnersessel ? das war einmal. Heute verharren Consultants, die auf spätere Teilhaberschaft hoffen, bis zu einem Jahrzehnt ? und oft sogar vergeblich ? in der Warteschleife. Die Chancen auf Partnerschaft sind laut einer aktuellen Studie der Universität St. Gallen besonders in großen Beratungen deutlich schlechter geworden. Zwei Drittel der Befragten in 186 Beratungsunternehmen bestätigen den Trend.Ähnlich wie in den Großkanzleien, wo mittlerweile Zwischenstufen die Karriereleiter verlängern und im Schnitt nur einer von 15 Junganwälten den Sprung auf den Partnersessel schafft, geht auch in den Beratungen die Tendenz zu Senior-Positionen ohne Teilhaber-Status. Von den prekären Karriereaussichten erfahren Bewerber jedoch nichts, im Gegenteil: Um die Besten in ihr Unternehmen zu locken, ködern Berater den Nachwuchs stärker mit Aufstiegschancen als mit zusätzlichen finanziellen Anreizen. ?Heute muss man mit acht bis zehn Jahren rechnen, umvom Junior Consultant zum Partner aufzusteigen?, bestätigt Sven Breipohl, Personal-Recruiter bei Roland Berger. In New-Economy-Zeiten wären Top-Performer dagegen schon zwei Jahre früher zum Zuge gekommen.

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Dieser Artikel ist erschienen am 22.11.2005