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Informationen zu Arbeitsmarkt, Einsatzgebiete, Gehalt, Studieninhalte und Zulassungsbeschränkungen.
Arbeitsmarkt

Der Bedarf an Psychologen ist groß. Die Zahl der Arbeitslosen hat sich gegenüber dem letzten Jahrzehnt fast halbiert. Die größte Nachfrage kommt weiterhin aus dem klinischen Sektor. Hier ist der Anteil zeitlich befristeter Arbeitsverhältnisse deutlich gestiegen. Fast jeder dritte Psychologe ist in eigener Praxis selbstständig.

Einsatzgebiete

Größtes Einsatzgebiet ist die klinische Psychologie mit Therapie- und Beratungstätigkeiten, vor allem in psychiatrischen und neurologischen Abteilungen medizinischer Kliniken, Beratungsstellen und sonderpädagogischen Einrichtungen. Aber auch in Arbeits-, Betriebs- und Organisationspsychologie – mit Aufgaben wie Personalauswahl, -entwicklung und Weiterbildung – sowie in Marktforschung und Werbung sind Psychologen gefragt.
Zu den kleineren Sektoren gehören die Schulpsychologie, die Verkehrspsychologie (TÜV, Bundesanstalten, Fahrzeugbau-Industrie) sowie die Forensische Psychologie (Justiz- und Justizvollzugsbehörden). Daneben gibt es Stellen in den psychologischen Diensten der Bundesanstalt für Arbeit, der Bundeswehr, der Polizei und in Rehabil.tationseinrichtungen.

Die besten Jobs von allen


Gehalt

Die meisten Absolventen steigen im öffentlichen Dienst ein. Das jährliche Gehalt beträgt hier für Berufsanfänger rund 75.000 Mark. Für die Privatwirtschaft lassen sich wegen der sehr unterschiedlichen Tarifvereinbarungen keine konkreten Angaben machen – der Korridor der jährlichen Einstiegsgehälter liegt zwischen 55.000 und 75.000 Mark. Die Einkommenssituation freiberuflicher Psychologen ist abhängig von der Anzahl der behandelten Patienten. Das Honorar einer Therapiestunde wird mit 150 bis 230 Mark angegeben.

Studieninhalte

Psychologie kann inzwischen nicht nur an Universitäten, sondern mit bestimmten Schwerpunkten (etwa Wirtschafts- oder Kommunikationspsychologie) auch an Fachhochschulen studiert werden. Gängiger Abschluss ist das Diplom. Vereinzelt werden Bachelor- und Masterabschlüsse angeboten.
Daneben gibt es Psychologie an zahlreichen Hochschulen auch als Nebenfach im Magisterstudium. Im bundesweit meist einheitlichen Grundstudium stehen allgemeine Psychologie, Entwicklungspsychologie, differenzielle und Persönlichkeitspsychologie, Sozialpsychologie, Biopsychologie und Methodenlehre auf dem Lehrplan. Im Hauptstudium unterscheidet sich das Angebot der Hochschulen sowohl in den anwendungs- als auch in den forschungsnahen Fächern teilweise beträchtlich. Pflichtpraktika von drei bis sechs Monaten sind in der Regel während der Semesterferien zu absolvieren.
Dieser Artikel ist erschienen am 24.08.2001