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60 Prozent beklagen wachsendes Arbeitspensum

Der Stress in deutschen Unternehmen steigt, seit der Personalabbau die verbliebenen Mitarbeiter zwingt, den Job ihrer geschassten Kollegen mitzumachen. Fast 60 Prozent der jungen Berufstätigen klagen, dass ihr Arbeitspensum und der Leistungsdruck im Job in den vergangenen zwölf Monaten zugenommen hat. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Online-Umfrage des Job- und Wirtschaftsmagazins karriere unter 290 Teilnehmern.Knapp ein Drittel der Befragten geben an, von ihrem Chef im Vergleich zum Vor­jahr viel mehr Aufgaben auf den Schreibtisch zu bekommen. 23 Prozent können die Mehrarbeit nur durch Überstunden bewältigen. Jeder Vierte (27 %) fühlt sich am Arbeitsplatz sogar so sehr unter Druck gesetzt, dass er das Gefühl hat, am Rande eines Nervenzusammenbruchs zu stehen. Verbessert hat sich die Situation laut karriere-Umfrage nur für 22 Prozent der jungen Berufstätigen: Sie geben an, momentan weniger arbeiten zu müssen als noch vor einem Jahr. Für 19 Prozent der Befragten hat sich das Arbeitspensum nicht verändert.

Die besten Jobs von allen

Umfrage: Was hat sich in Ihrem Job in den vergangenen zwölf Monaten verändert?Der Leistungsdruck hat derart zugenommen,

dass ich am Rande des Nervenzusammenbruchs stehe. 27 %
Ich habe viel mehr Arbeit, die ich nur durch Überstunden schaffe. 23 %
Erstaunlicherweise arbeite ich weniger als vorher. 22 %
Bei mir hat sich nichts verändert. 19 %
Mein Chef brummt mir immer mehr Aufgaben auf,
aber ich darf keine Überstunden machen.
9 %
Quelle: Online-Umfrage von karriere.de unter 290 TeilnehmernDie Mai-Ausgabe von karriere erscheint am 29. April 2005.
Dieser Artikel ist erschienen am 28.04.2005