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500 Euro pro Semester

Die Hochschulrektoren Deutschlands haben mit großer Mehrheit für die Einführung von allgemeinen Studiengebühren gestimmt. Auf der Sitzung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) sprachen sie sich für eine ?weiche Startphase? mit 500 Euro pro Semester aus. Dabei soll das Geld nach Forderung der Rektoren vollständig in eine verbesserte Lehre an den Hochschulen fließen. Bis der Staat ein weitreichendes Stipendien- und Kreditsystem eingeführt hat, sollen Bafög-Empfänger keine Gebühren zahlen.In ihrem Beschluss vermeiden die Vertreter der HRK das Wort ?Gebühren? und sprechen von ?Studienbeiträgen?. Langfristig soll nach Auffassung der Rektoren jede Hochschule selbst über die Höhe der Beiträge entscheiden können. Die Zusatzbelastung ist nach Meinung von HRK-Präsident Peter Gaethgens vertretbar. Angesichts der hohen Ausgaben von Normal-Studenten für Autos und Handys seien 500 Euro pro Semester ein Betrag, der durchaus zu verkraften sei.

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Bei der Sitzung des HRK- Plenums in Bonn hatten 70 Rektoren für das Gebührenmodell votiert - bei 12 Nein-Stimmen und 8 Enthaltungen.
Dieser Artikel ist erschienen am 09.06.2004