Das Portal von Handelsblatt und WirtschaftsWoche

3. Gebot: Nutzen Sie die Gunst der Stunde

Ulrike Heitze
Es ist wie früher: Wollte man als Kind etwas unbedingt erreichen, hat man den Augenblick abgepasst, in dem Mama und Papa gut auf einen zu sprechen waren.
Es ist wie früher: Wollte man als Kind etwas unbedingt erreichen, hat man den Augenblick abgepasst, in dem Mama und Papa gut auf einen zu sprechen waren. Gleiches gilt fürs Gehaltsgespräch: Passen Sie einen Zeitpunkt ab, an dem der Chef Ihre Leistungen noch präsent, außerdem gute Laune und Ruhe für ein Gespräch hat. Die besten Argumente verpuffen, wenn der Chef den Kopf voll anderer Dinge hat.

Gute Zeiten: kurz nach einem erfolgreichen Projekt, im Zusammenhang mit Beförderungen, im jährlichen Zielvereinbarungsgespräch, dienstags bis donnerstags - weit weg von Montags-Blues und Wochenendstimmung, am späten Morgen oder frühen Nachmittag - da ist die Leistungskurve oben

Die besten Jobs von allen


Schlechte Zeiten: nach dem eigenen oder dem Urlaub des Chefs - Ihre Leistungen sind ihm dann nicht mehr präsent, in Troublezeiten wie Messe, Weihnachtsgeschäft oder Bilanzsaison, zwischen Tür und Angel, abends beim Bier, mitten in Kündigungswellen, wenn sich Kunden oder Kollegen über Sie beschwert haben, wenn ein Projekterfolg schon länger zurückliegt.

Dieser Artikel ist erschienen am 11.08.2005