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10.000 neue Stellen in der Nanotechnik

Sinkende Absolventenzahlen in Chemie - Branche zahlt weiterhin Spitzengehälter

Die Berufsaussichten für gut ausgebildete Chemiker werden sich in den nächsten Jahren weiter verbessern. Wie das Job- und Wirtschaftsmagazin karriere berichtet, steigt nicht nur der Anteil junger Aka­demiker in den Forschungs- und Entwicklungslabors der Chemieunternehmen. Zugleich wollen nach einer neuen Studie des Bundesbildungsministeriums die 450 in der Nanotechnologie tätigen Unternehmen in Deutschland bis zum Jahr 2006 rund 10.000 neue Stellen schaffen, die sich auch an Chemiker richten

Die besten Jobs von allen


Gerade Unternehmen wie BASF, die mit Nanotechnik ihre Lacke für die Auto­industrie deutlich verbessern wollen, suchen zunehmend nach ambitionierten Chemikern. Hochschulabsolventen und Berufsanfängern kommt zusätzlich zu­gute, dass es immer weniger studierte Chemiker gibt. Die Zahl der Absolven­ten hat sich in den vergangenen zehn Jahren von gut 6.000 auf unter 3.000 jährlich mehr als halbiert. Auch die Zahl der promovierten Chemiker ist in die­ser Zeit gesunken. Bis 2008 erwartet die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) jährlich nur noch rund 800 Promotionen, zwei Drittel weniger als noch 1997

Dabei lockt die Branche Nachwuchsführungskräfte mit Spitzengehältern. Die tariflichen Mindestjahresbezüge für das zweite Beschäftigungsjahr betrugen 2004 für diplomierte Angestellte 47.175 Euro, für Angestellte mit Promotion 54.975 Euro. Dafür sind die meisten Hochschulabsolventen auch bereit, mit 45 Wochenstunden überdurchschnittlich lange zu arbeiten. Gut 35 Prozent würden sogar mehr als 46 Stunden am Arbeitsplatz verbringen

Detaillierte Informationen über aktuelle Jobchancen und Gehälter für Chemiker stehen in der Februar-Ausgabe von karriere, die am 28. Januar 2005 erscheint

Dieser Artikel ist erschienen am 28.01.2005