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Barcelona ? moderne alte Stadt

Fotos: Pixelquelle.de
Barcelona ist eine der lebendigsten Städte Europas. Wir sagen euch, wo ihr gut ausgehen und shoppen könnt, wo es leckeres Essen gibt und was sonst noch alles in Barcelona zu sehen gibt.
Blick in eine Seitenstraße in Barcelonas Altstadt.
Nachtleben
In Barcelona beginnt die Nacht, wenn sie anderswo schon zu Ende ist. Gegen ein Uhr ist die richtige Zeit, in Clubs oder Diskotheken zu tanzen. In der Altstadt gibt es besonders viel Auswahl an Bars und Weinlokalen. In den Nebenstraßen der großen Einkaufsstraße Las Ramblas findet der aufmerksame Betrachter urige Tapas-Bars. Wer sich in Barcelona ins Nachtleben stürzt, sollte gut auf seine Habseligkeiten aufpassen, denn Taschendiebe sind allgegenwärtig.

Empfehlungen:
El Bosc de les Fades (www.museocerabcn.com), eine kleine Bar, die zum Wachsmuseum gehört, ist dekoriert wie ein Märchenwald mit Zwergen und Meerjungfrauen und sehr sehenswert. Geöffnet ist die Bar mit durchschnittlichen Preisen täglich von 10 bis 1 Uhr, Adresse: Pasaje de la Banca 7.

Die besten Jobs von allen


Maremagnum (www.maremagnum.es) ist ein riesiges Vergnügungszentrum direkt am Hafen. Tagsüber laden die unzähligen Geschäfte zum Shoppen ein, nachts wandelt sich das Areal in eine Partymeile. Clubs, Bars und Kneipen bieten jede Menge Abwechslung. Gefeiert wird bis in den frühen Morgen. Allerdings fällt dieser Spaßtempel in die gehobene Preiskategorie.

Danzatoria Tibidabo (www.danzatoria-barcelona.com)
Der Club befindet sich auf dem Berg Tibidabo in einer Villa aus dem 19. Jahrhundert. Auf mehreren Ebenen gibt es Musik: House, R&B, Chill-Out und Oldies. Ein großer Garten und ein Restaurant gehören dazu. Adresse: Avenida Tibidabo 61.

Sagrada Família
Antoni Gaudí
Wer mit offenen Augen durch die Stadt schlendert, entdeckt zahlreiche Bauwerke des spanischen Architekten Antoni Gaudí aus der Zeit des Modernisme, der spanischen Spielart des Jugendstils, um 1900. Sie zeichnet sich durch geschwungene Formen und Blumenspiele aus.

Empfehlungen:
Sagrada Família (www.sagradafamilia.org/eng/index.htm), die unvollendete Kathedrale Barcelonas, befindet sich nördlich der Altstadt im Stadtteil Eixample. Bis zu seinem Tod arbeitete Antoni Gaudí an der Fertigstellung. Die Sagrada Família ist das Wahrzeichen der Stadt und wird seit Jahrzehnten mit privaten Mitteln weitergebaut, 2026 soll sie fertig sein. Eine wichtige Etappe ist die Weihe der Kirche nach der Fertigstellung des Mittelschiffs Ende 2008. Besichtigungen und Führungen sind im Sommer tagsüber zwischen 9 und 20 Uhr und im Winter zwischen 9 und 18 Uhr möglich.

Casa Milà (www.gaudiclub.com/ingles/i_vida/pedrea.asp), ein von Gaudí für die Familie Milà erbautes Haus in der Passeig de Gràcia Nummer 92. Heute befinden sich Mietwohnungen darin. Die Wände in dem Gebäude sind verschiebbar, und eine natürliche Belüftung macht die Klimaanlage überflüssig. Die zwei Innenhöfe sind rund beziehungsweise ellipsenförmig und sorgen für die Belüftung. Heute zählt das Gebäude zum Unesco-Weltkulturerbe. Einzelne Wohnungen können besichtigt werden. Die Warteschlangen sind jedoch meist sehr lang.

Fassade eines von Gaudí gestalteten Wohnhauses
Shoppen
Keine Straße ist in Barcelona besser geeignet zum Shoppen als Las Ramblas. Sie verbindet die Altstadt mit dem Hafen und ist 1200 Meter lang. Je weiter der Besucher den Plaça de Catalunya in Richtung Stadtmitte hinter sich lässt, desto exklusiver werden die Geschäfte. Befinden sich in der Hafengegend noch meist Blumen- und Allerleiläden, so residieren entlang der Ramblas auch Burberry, Yves Saint Laurent und Co. Pantomimen, Musiker und Maler unterhalten die Passanten. Kleine spanische Läden halten zwischen ein und fünf Uhr Siesta und sind geschlossen. Stattdessen kann man abends mindestens bis 21 Uhr einkaufen.

Einen Besuch lohnt auch der Keramikmarkt in der Altstadt, hier gibt es katalanische Keramik, allerdings zum Touristen-Preis. Wer diesen Aufschlag vermeiden will, sollte sich tiefer in die Altstadt begeben, wo die Gassen enger werden und die Läden landestypischer. Hier finden sich Säcke und Körbe voller Gewürze in hübschen kleinen Geschäften.

Fontänen am Plaça de Espana
Essen
Die spanische Küche ist für ihre Fischgerichte berühmt. In Barcelona lassen sich diese landestypischen Gerichte am besten in den Tapas-Bars am Hafen genießen. Auch hier gilt: Je weiter weg vom Trubel, desto authentischer sind die Bars und die Menschen. Wer isst, was auf den Tisch kommt, kann auch ohne Spanischkenntnisse einen solchen Ausflug wagen. In diesen meist von Einheimischen bevölkerten kleinen Restaurants ist ein Essen mit Suppe, Hauptgericht und Nachtisch sehr preiswert.

Empfehlung:
Natürlich gibt es auch wahre Gourmettempel in der Stadt. Einer der bekannten unter ihnen ist das Restaurant Moo im Hotel Omm (www.hotelomm.es) an der Straße Rosselló 265. Hier servieren die Küchenchefs in futuristischer Atmosphäre überschaubar portionierte Eigenkreationen zu hohen Preisen.

Merendero de la Mari (www.merenderodelamari.com) ist ein nettes Fischrestaurant am alten Hafen. Neben Fischgerichten gibt es eine üppige Weinkarte. Preislich liegt das gemütliche Restaurant im oberen Mittelfeld. Adresse: Plaça Pau Vila 1, Port Vell.

Im El Convent (www.elconvent.com) paaren sich traditionelle katalanische Küche mit niedrigen Preisen und Antiquitäten. Das Restaurant befindet sich in einem alten Kloster aus dem Jahr 1713 nahe den Ramblas. Ein sicherer Tipp. Adresse: Carrer de Jerusalem 3.
Dieser Artikel ist erschienen am 29.09.2006