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?Bewerbern fehlt Persönlichkeit?

Jeder zweite deutsche Personalmanager klagt über mangelnde Verfügbarkeit geeigneter Bewerber. Das ist das Ergebnis einer Studie der Managementberatung Kienbaum, an der sich 141 Personalverantwortliche aus führenden deutschen Unternehmen beteiligt haben

Häufig scheiterten Neueinstellungen an der Persönlichkeit der Kandidaten - so äußerten sich jedenfalls 50 Prozent der befragten Personaler. Defizite zeigten sich auch auf den Ebenen Sozialkompetenz (48 Prozent), Leistungsmotivation und Analysevermögen (jeweils 21 Prozent). Den Ausbildungsstand sehen hingegen nur 14 Prozent der Befragten als Einstellungshindernis.

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Demographischer Wandel: Personaler suchen nach Lösungen
Schon jetzt betrachten 59 Prozent der Befragten den demographischen Wandel als Thema ihrer täglichen Arbeit. Häufigste Strategie gegen die Demographie-Falle ist die Intensivierung des Talent- und Nachfolgemanagements (80 Prozent). 52 Prozent arbeiten an neuen Konzepten zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Auf die Personalentwicklung älterer Mitarbeiter setzen 35 Prozent der Befragten

Mangelndes Budget verhindert Neueinstellungen
Neben Rekrutierungsproblemen verhindern finanzielle Engpässe die Besetzung freier Stellen. Rund die Hälfte der Befragten gibt an, aufgrund der aktuellen Budgetsituation vorerst keine Neueinstellungen vorzunehmen. Äußere Vorgaben besitzen demgegenüber weit weniger Einfluss auf die Personalpolitik: Den Kündigungsschutz bezeichnen 17 Prozent als Einstellungshindernis und lediglich 13 Prozent verweisen auf zu hohe Lohnnebenkosten.
Dieser Artikel ist erschienen am 02.11.2006