Das Portal von Handelsblatt und WirtschaftsWoche

Krankenkasse: Wechsel zahlt sich aus

Die meisten Krankenversicherungen haben zum Jahreswechsel ihre Beitragssätze angehoben. Erstmals liegen einige Kassen über 15 Prozent, der durchschnittliche Beitragssatz aller gesetzlichen Krankenkassen wird dieses Jahr voraussichtlich auf deutlich über 14 Prozent steigen.
Die meisten Krankenversicherungen haben zum Jahreswechsel ihre Beitragssätze angehoben. Erstmals liegen einige Kassen über 15 Prozent, der durchschnittliche Beitragssatz aller gesetzlichen Krankenkassen wird dieses Jahr voraussichtlich auf deutlich über 14 Prozent steigen. Spitzenreiter bei den Beiträgen ist die BKK Berlin mit 15,7 Prozent, am unteren Ende der Skala liegen die Betriebskrankenkassen Essanelle und Taunus, die ihren Satz bei 11,9 Prozent belassen haben. Einige regionale Kassen sind sogar noch etwas günstiger. Die weite Spanne von 11,9 bis 15,7 Prozent zeigt, dass sich ein Wechsel der Krankenkasse lohnt. Die maximale Ersparnis durch einen Wechsel beträgt momentan 3,8 Prozent des Bruttolohns. So sind zum Beispiel für eine Chefsekretärin mit einem monatlichen Einkommen von 3.450 Euro jeden Monat 131,10 Euro weniger Beitragszahlungen fällig

Der Wechsel der Krankenkasse ist ganz einfach. Wer kündigt, kann zum Ende des übernächsten Monats die alte Kasse verlassen und in eine neue eintreten, wobei die mitversicherten Familienmitglieder automatisch mit in die neue Kasse wechseln. Dabei entstehen dem gesetzlich Krankenversicherten - anders als in der privaten Krankenversicherung - keinerlei Nachteile, denn die Beitragssätze richten sich nur nach dem Einkommen und nicht danach, wie lange der Versicherte Kunde einer Krankenkasse ist. An die neue Kasse sind die Versicherten dann mindestens 18 Monate lang gebunden. Wenn diese aber vor Ablauf dieser Frist ihren Beitragssatz erhöht, gilt ein Sonderkündigungsrecht. Die Versicherten dürfen die Kasse dann wiederum zum Ende des übernächsten Monats nach der Kündigung verlassen. Neu ist, dass das Sonderkündigungsrecht nicht mehr in dem Monat ausgeübt werden muss, in dem die Kasse den Beitragssatz erhöht. Wer wechseln will, kann dies auch noch viele Monate später tun.

Die besten Jobs von allen


Weitere Informationen finden Sie unter www.karriere.de/krankenkassen. Prüfen Sie mit dem Beitragsrechner, wieviel Ersparnis für Sie monatlich drin ist.
Dieser Artikel ist erschienen am 09.01.2003