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Generation Wertvoll
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Praktikantenstudie

Generation Wertvoll im Anmarsch

karriere.de
Vorbei die Zeiten, in denen Unternehmen Praktikanten als billige Arbeitskräfte missbrauchten: Auf die "Generation Praktikum" folgt jetzt die "Generation Wertvoll". Die Praktikumszeit ist in vielen Unternehmen bereits eine Talentschmiede. Das zeigt eine Umfrage von Fair Company.
Glückliche Praktikanten, zufriedene Unternehmen – noch vor einigen Jahren war das undenkbar. Die "Generation Praktikum" galt als Synonym für ausgebeutete junge Arbeitssuchende, denen keine Chance auf eine Festanstellung gegeben wurde.

Der Wind hat sich gedreht, denn Talente sind rar gesät. Mit der Arbeitsatmosphäre und Betreuung ist der überwiegende Teil der Praktikanten heute hoch zufrieden.

Eine aktuelle Fair-Company-Umfrage unter 750 Unternehmen zeigt, woran das liegt.

Anerkennung kommt an

Die zwei wesentlichen Faktoren sind:

• Die Kohle stimmt

Die monatliche Vergütung von Praktika ist stark gestiegen. Der Hälfte der Umfrage-Teilnehmer ist die Leistung der Praktikanten zwischen 400 und 700 Euro im Monat wert. 30 Prozent gaben an, den Praktikanten mehr als 700 Euro im Monat zu zahlen.

• Praktika als Türöffner

Rund 90 Prozent der befragten Unternehmen sind von den Leistungen ihrer Praktikanten so angetan, dass sie ihnen für die Zeit nach ihrem Studium ein Übernahmeangebot machen. "Das Praktikum ist ein Sprungbrett in den Beruf, eine echte Karrierechance", betont Elke Neuhard, Projektleiterin der Fair-Company-Initiative.

Die Nachfrage nach Praktikantenplätze ist generell hoch: Auf einen Platz kommen fünf Bewerber. In der Studie gaben mehr als 60 Prozent der Teilnehmer an, mindestens zehn Praktikumsplätze pro Jahr zu vergeben.

Die Praktikantenstellen spielen dabei "eine wichtige Rolle" für das Unternehmen. In der Regel dauern diese Hospitanzen vier bis sechs Monate.

In der IT oder im Marketing tummeln sich die meisten Praktikanten. Von diesen Abteilungen kommen am häufigsten Anforderungen an die Personalabteilung.

Schwierige Bewerbersuche

Grundsätzlich hat die Umfrage festgestellt, dass es für ein Drittel der Unternehmen zunehmend schwieriger ist, ansprechende Bewerber zu finden. "Das Fair-Company-Siegel setzt hier ein deutliches Zeichen für Studenten und Absolventen, dass sie faire Bedingungen vorfinden. Unternehmen haben es somit leichter, Bewerber auf sich aufmerksam zu machen", sagt Elke Neuhard.

Zum Vergleich führt die Projektleiterin andere Studien an, die zeigen, dass Praktikanten mit durchschnittlich 290 Euro im Monat abgespeist werden und auch keine Karrierechancen für sich im Unternehmen sehen.

"Das ist bei Fair-Company-Unternehmen eben anders!"


*) Die Umfrage "Das Ende der Generation Praktikum" wurde im Januar und Februar 2013 unter 750 Unternehmen durchgeführt. Hier geht's zum Download der Studie


Dieser Artikel ist erschienen am 27.02.2013

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