MBA Alumni

Niemals geht man so ganz

Lenz Jacobsen
Tuckalumi1_420
Foto: Tuck School Of Business

Bereitschaft zu spenden ist vorhanden

Das liegt etwa daran, dass die meisten MBA-Programme noch sehr jung sind, ihre Absolventen sich noch die Karriereleiter hocharbeiten müssen. „Die haben maximal vor elf Jahren ihren Abschluss gemacht“, sagt Gisma-Chefin Tronnier. „Die Bereitschaft uns finanziell zu unterstützen ist da, aber die Möglichkeit oft noch nicht.“

In den Fragebögen zum MBA-Ranking der Financial Times muss sie deshalb in der Spalte für die Anzahl der erhaltenen Millionenspenden jedes Jahr einen Strich machen. „Die Alumni-Spenden sind in unserem Budget keine Planungsgröße“, sagt Tronnier.

Anderen Schulen geht es ähnlich. „Für jemanden, der Ende zwanzig ist und vielleicht vor drei Jahren seinen Abschluss bei uns gemacht hat, ist es leichter, uns mit seiner Zeit zu helfen als große Summen zu spenden“, sagt Becky Gilbert, an der Berliner ESMT zuständig für Alumni Relations.

Sie und ihre Kollegen setzen deshalb vor allem auf praktische Unterstützung durch Ehemalige. Diese helfen zum Beispiel den aktuellen Studenten als Mentoren dabei, sich in einer Branche zurechtzufinden. Die Absolventen besuchen regelmäßig ihre alte Schule und erzählen aus ihrem Arbeitsalltag.

Kontaktpflege mit allen Mitteln

Zum Standard der Kontaktpflege zählen auch regelmäßige Newsletter für die Alumni, Jubiläums-Treffen auf dem Campus, und vor allem ein Intranet für die Jobvermittlung. Dazu kommen oft Regionalgruppen, die eigene Stammtische organisieren. Die amerikanischen Schulen gehen noch weiter und drucken eigene Magazine für Ihre Ehemaligen, laden sie zu Gesprächsrunden mit ihren Präsidenten ein, lassen sich von einem ständigen Absolventen-Gremium in Sachen Hochschulpolitik beraten.

Ihr Alumni-Netzwerk ist oft riesig: die Columbia Business School in New York hat zur Zeit rund 40.000 Absolventen organisiert in mehr als 60 Clubs in 121 Ländern, die eigene Veranstaltungen organisieren. An der Schule kümmern sich zehn Mitarbeiter ausschließlich um dieses Netzwerk. Das rechnet sich. 114 Millionen Dollar haben Ehemalige im Steuerjahr 2011 gespendet.
 

  • MBA Überblick

    Die führenden Business Schools

    Ein Managementstudium mit MBA-Abschluss gilt als Eintrittskarte in die Top-Etagen der Wirtschaft. Inzwischen gibt es mehr als 10.000 Programme weltweit – für den Nachwuchs ist die Wahl der richtigen Wirtschaftshochschule schwieriger denn je. Karriere.de zeigt anhand der wichtigsten internationalen Ranglisten, wo sich das Studium wirklich lohnt.

  • MBA in den USA

    Reformen im Mutterland der Managerausbildung

    Als im Jahr 1902 Studenten an der Tuck School im Nordosten der USA und 1910 Absolventen der Harvard-Universität zum ersten Mal den MBA-Titel verliehen bekommen, ahnen sie nicht, dass sie den Grundstein für einen Mythos legen. Die Idee der praxisnahen Managerausbildung setzt sich in den folgenden Jahrzehnten durch – zunächst in den USA, dann im Rest der Welt. Kein Titel verspricht so sehr den Aufstieg in Top-Positionen der Wirtschaft wie der MBA.

Der jobturbo: eine suche - alle jobs

Die besten Business Schools

Allgemeinbildung

Die besten Trainee-Stellen

Karriere-Städteranking

Jobsuche + Bewerbung

Wer verdient wieviel?

Newsletter bestellen

Berufsreport