Porträt: Kristina Bennin

Insead macht "globalisierungskompatibel"

Till Hoppe
Nach dem Bachelorstudium an der legendären Harvard-Universität war es eigentlich klar, dass Kristina Bennin etwas sehr Amerikanisches machte. Aber dass es gleich so amerikanisch würde?
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Foto: privat

Aus für das Start-Up war der Startschuss 

Jedenfalls gründete die junge Deutsche mit dem globalen Lebenslauf – Bennin hat viele Jahre in den USA gelebt und gearbeitet, ging als Teenager für ein Austauschjahr in die Vereinigten Staaten und blieb dann auf der High-School – ein Internet-Unternehmen. Die Geschäftsidee: Ein Marktplatz, über den bestimmte Dienstleistungen vermittelt wurden, Babysitten etwa oder Nachhilfeunterricht.

Die Zeit für Web-Startups war kurz vor Ausbruch der Finanzkrise günstig, Bennin und ihre beiden Mitstreiter fanden Risikokapitalgeber, aber das Portal scheiterte: „Wir sind nicht so groß geworden wie nötig“, sagt sie.

Nach dem Abenteuer in New York wollte Bennin ihre Managementerfahrungen an einer Hochschule nochmal reflektieren – und einen MBA machen. Den aber wieder näher zur Heimat, sie stammt aus einem kleinen Ort im Bayrischen Wald.

Kulturelle Probleme auf dem Stundenplan

Die deutschen Managerschulen überzeugten die heute 30-Jährige nicht so recht, die französische Insead aber schon. Die Mischung dort hat ihr gefallen. So international wie Insead sei keine andere der großen Business Schools, sagt Kristina Bennin. Auch nicht die großen US-Schulen.

Insead hat drei Campi, der Hauptsitz liegt in Fontainebleau bei Paris. Hinzu kommen – ganz der neuen Wirtschaftswelt geschuldet – zwei Standorte in Singapur und seit kurzem auch in Abu Dhabi. Die Studenten kommen aus aller Herren Länder, die Schule zwingt sie, in kleinen Gruppen zusammenzuarbeiten, sich mit kulturell bedingten Problemen auseinanderzusetzen. Die Absolventen, der globale Elitenachwuchs, soll globalisierungskompatibel sein. So wie Kristina Bennin.

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