Business School

In Mannheim wird umgebaut

Stefani Hergert
Mit den zwei neuen Chefs wird sich in Mannheim also einiges ändern. Schneider, der in Mannheim studierte und promovierte, bringe das Pragmatische aus der Wirtschaft mit und die Stärke, sich bei den 30 Professoren durchzusetzen, heißt es. Frühere Mitarbeiter beschreiben den schlanken und stets perfekt gekleideten Manager als umgänglich, aber absolut zielstrebig. Dass an der Universität mehr Konsens als in Firmen verlangt wird, weiß er. „Vielleicht erliege ich manchmal aber doch der Versuchung, zu entscheiden“, sagt Schneider.Er ist an der Universität Mannheim kein Unbekannter, hat vor rund 40 Jahren an der Hochschule studiert und promoviert, sitzt seit langem im Kuratorium der Stiftung der Hochschule und im Universitätsrat. Bei Bilfinger Berger musste er mit 62 gehen – die Altersregelung im Baukonzern wollte es so – an der Universität fängt er jetzt noch einmal neu an. Zwar fehlt noch die Unterschrift von Ministerpräsident Stefan Mappus auf der Bestellungsurkunde, doch arbeitet sich Schneider schon fleißig in die komplexen Verwaltungsthemen ein. „Ich muss noch eine Menge lernen“, sagt er. Schließlich will er die Fakultät in den nächsten Jahren weiterentwickeln. Nur Beamter, das wollte er eigentlich nicht werden. „Ich habe das gescheut wie der Teufel das Weihwasser“, sagt Schneider. Letztlich sei es aber die einzige Möglichkeit, den Job als Dekan mit seinen Aufsichtsratsposten rechtlich unter einen Hut zu bekommen. Und noch etwas Gutes hat es: „Man kann mich so schnell nicht wieder kündigen“, sagt Schneider. Andersherum gelte das aber auch.
Dieser Artikel ist erschienen am 20.05.2010

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