Deutsche Business Schools

Der Durchbruch braucht Zeit

Stefani Hergert
goethe_420
Foto: Goethe Business School

Kooperieren oder fusionieren

Für die wichtigen Ranglisten, an denen sich weltweit Nachwuchsführungskräfte bei der Suche nach einem MBA-Studiengang orientieren, sind viele deutsche Anbieter zu jung oder zu klein. Einzig die Mannheim Business School taucht mit ihrem Vollzeit-MBA im wichtigen Ranking des „Economist“ auf.

Welche Wege gibt es also für die deutschen Business-Schools? Kluge Kooperationen, sagen die einen. Fusionen, sagen die anderen. Nichts von beidem, sagen die dritten.
 
Business-School-Chef Karlheinz Schwuchow, der lange die Gisma in Hannover geleitet hat und heute Dekan der Limak in Linz ist, gehört zur ersten Gruppe. Er sieht die Lösung in Partnerprogrammen mit anderen Hochschulen – Partnerschaften auf Augenhöhe, kein Einkauf von Bildungsleistungen.

Reputation erhöhen

Beispiel: das Kooperationsprogramm mit der spanischen Hochschule Eada, das die HHL Leipzig gerade verkündet hat. Schwuchow fragt, warum sich nicht die Frankfurter, Mannheimer und die WHU aus Vallendar für ein Programm zusammenschließen. „Damit erreicht man eine kritische Größe bei der Zahl der Studenten und der Professorenschaft“, sagt Schwuchow.
 
Der Frankfurter Steffens zählt eher zur zweiten Gruppe – und ist gerade mit einer Fusionsidee gescheitert. Deutlich hat die Berliner ESMT die Idee eines Zusammengehens zurückgewiesen.

Und die dritte Gruppe? „Es gibt Druck auf Business-Schools, sehr schnell neue Programme auf den Markt zu bringen, um die eigene Reputation zu erhöhen. Einige Leute haben da offensichtlich etwas falsch verstanden“, sagt ESMT-Direktor Barniville. Zu den Kooperations-Strategien allerdings habe sich die ESMT noch keine abschließende Meinung gebildet.
Dieser Artikel ist erschienen am 14.10.2011
  • MBA in den USA

    Reformen im Mutterland der Managerausbildung

    Als im Jahr 1902 Studenten an der Tuck School im Nordosten der USA und 1910 Absolventen der Harvard-Universität zum ersten Mal den MBA-Titel verliehen bekommen, ahnen sie nicht, dass sie den Grundstein für einen Mythos legen. Die Idee der praxisnahen Managerausbildung setzt sich in den folgenden Jahrzehnten durch – zunächst in den USA, dann im Rest der Welt. Kein Titel verspricht so sehr den Aufstieg in Top-Positionen der Wirtschaft wie der MBA.

  • MBA Überblick

    Die führenden Business Schools

    Ein Managementstudium mit MBA-Abschluss gilt als Eintrittskarte in die Top-Etagen der Wirtschaft. Inzwischen gibt es mehr als 10.000 Programme weltweit – für den Nachwuchs ist die Wahl der richtigen Wirtschaftshochschule schwieriger denn je. Karriere.de zeigt anhand der wichtigsten internationalen Ranglisten, wo sich das Studium wirklich lohnt.

Der jobturbo: eine suche - alle jobs

Die besten Business Schools

Allgemeinbildung

Die besten Trainee-Stellen

Karriere-Städteranking

Jobsuche + Bewerbung

Wer verdient wieviel?

Newsletter bestellen

Berufsreport