MBA-Tagebuch

Das MBA-Leben in Rotterdam

Mari Enzensberger
Mari Enzensberger macht an der Rotterdam School of Management (RSM) ihren MBA. Die Handelsblatt-Stipendiatin berichtet alle 14 Tage aus ihrem Alltag. In ihrem 17. Beitrag stellt sie unseren Lesern ihre Wahlheimat vor und schildert den Unternehmensbesuch bei Philips.
Mari Enzensberger genießt ihre Zeit in RotterdamFoto: © PR
Die Entscheidung für eine Business School ist auch eine Entscheidung für ein Land und eine Stadt, in der man für mindestens ein Jahr lebt. Ich denke das Umfeld eines MBA spielt aus mehreren Gründen eine wichtige Rolle bei der Auswahl eines passenden MBA Programms. Es geht nicht nur darum sich innerhalb des Schulgebäudes wohl zu fühlen, sondern auch in seiner Umgebung.
Ich habe Rotterdam als Stadt sehr bewusst unter die Lupe genommen, als es um die Entscheidung ging mein Angebot anzunehmen. Rotterdam ist die führende Industrie- und Handelsstadt Hollands und gehört zu den kulturellen Zentren des Landes. Mit circa 600.000 Einwohnern und 160 verschiedenen Nationalitäten ist die Stadt sehr multikulturell.Rotterdam macht der Hauptstadt KonkurrenzNach acht Monaten habe ich ein Gefühl für die Stadt entwickeln können. Ich erlebe meine Studienstadt als dynamisch und kreativ. Überall wo man unterwegs ist findet man Galerien, Museen, Architektur und Kunst. Die Bevölkerung ist verglichen zu anderen holländischen Städten sehr jung und die Holländer sind bekannt für ihre Weltoffenheit und Vielseitigkeit. Ich habe hier das Gefühl, dass ich hier nicht nur eine Kultur kennenlerne, sondern in den Genuss komme in einem sehr internationalen Umfeld zu leben. Von einigen Holländern habe ich mir erzählen lassen, dass sich die Stadt bezüglich Cafés, Restaurants, Bars und Clubs in den letzten Jahren zur Konkurrenz Amsterdams entwickelt hat.Mittlerweile hat unser Jahrgang einige Lieblingsrestaurants und Bars, in denen man sicher den einen oder anderen trifft, auch wenn man alleine unterwegs sein sollte. Außerdem schätze ich die zentrale Lage. In nur kurzer Zeit haben wir schöne Ausflugsziele wie Amsterdam, Den Haag, Antwerpen oder Brüssel erreicht. Besonders für Studenten, die nicht aus Europa kommen sind solche Tages- und Wochenendausflüge spannend.Auch wenn Rotterdam keine Weltmetropole wie New York, London oder Tokyo ist, ist es eine Stadt, in der man sich während eines MBA Studiums wohl fühlen und immer Neues entdecken kann. Letztlich hat die weltoffene und multinationale Kultur einen großen Einfluss auf die Kultur der Schule, denn die Menschen die dort arbeiten prägen die Atmosphäre und den Führungsstil der RSM positiv.Unternehmensbesuch bei PhilipsIm Rahmen unseres „Living Management Projects“, in dem wir Analysen und Empfehlungen  für verschiedene Herausforderungen von Unternehmen entwickelt haben, wurden wir diese Woche bei Philips als Dankeschön in die Firmenzentrale eingeladen. Wir bekamen eine Führung durch das „Philips Lighting Application Center“, in dem alle Produkte in einem Art Museum präsentiert werden. Anschließend wurden dem Management die Highlights aller Teams präsentiert und die Empfehlungen und Ergebnisse der Projekte diskutiert. Für Studenten, die sich für Philips als zukünftigen Arbeitgeber interessieren war es eine sehr gute Gelegenheit, erste Gespräche zu führen, Fragen zu stellen und Kontakte zu knüpfen.Im vierten und letzten Term unseres Studiums stehen somit nicht nur die Wahlfächer im Vordergrund, auch die Suche nach dem richtigen Arbeitgeber bekommt von Woche zu Woche mehr Bedeutung. In meinem Kalender sind bereits einige Firmenpräsentationen und Rekrutierungsevents eingetragen. Was meine persönliche Taktik für die Jobsuche angeht, hat mir mein Mentor einige gute Tipps gegeben und ich werde in den nächsten Wochen versuchen mich mit einigen ehemaligen Studenten und Professoren auszutauschen, um neue Ideen und mehr Informationen zu bekommen. Es gibt sicher noch Stellenprofile, die für mich spannend wären, aber von deren Existenz ich noch nichts weiß.

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