Business Schools

Das Ende der MBA-Höchstpreise

Stefani Hergert
Zwei Beispiele zeigen die satten Steigerungen: Der Executive MBA beim Top-Anbieter IMD in Lausanne kostet heute 126 000 Schweizer Franken (95 000 Euro), vor zehn Jahren waren es 80 000 Franken. Das amerikanische Schwergewicht Stern School an der New York University verlangt heute 144 000 Dollar (118 000 Euro), eine Dekade zuvor 96 400 Dollar. Natürlich haben sich die Programme verändert, bieten sie neue Module, auch im Ausland, und mehr Service. Den Anstieg begründet das allein nicht.Die Anbieter tun sich daher schwer mit Erklärungen für die Preise. Das IMD in Lausanne hält sich sehr zurück. Edward Buckingham, Direktor am französischen Insead, begründet den Preis auch mit der Programmpositionierung: "Wer das Geld hat, kauft doch das Luxusprodukt." Zudem seien die Klassen kleiner, die Betreuung intensiver und man brauche für den EMBA die besten Professoren. Allerdings werben viele Hochschulen gerade damit, dass die gleichen Professoren des MBA auch im EMBA lehren.Der Preisanstieg ist beim Managementstudium für junge Nachwuchskräfte mit wenig Berufserfahrung, dem MBA, zwar nicht anders. Nur: Mit dem MBA verdienen die Anbieter kein Geld. Um die 50 000 Euro kostet das Studium bei den Besten in Europa, das Doppelte in den USA. Die Studenten studieren hier ein, in den USA sogar zwei Jahre in Vollzeit, Personal- und Infrastrukturkosten sind hoch. Doch EMBA-Teilnehmer lernen in Teilzeit und viel im Selbststudium. "Wer mit dem EMBA kein Geld verdient, macht etwas falsch", sagt Weigand.Denn während die Studiengebühren des MBA teils nicht einmal die Kosten decken, haben sich die Preise für den EMBA genau davon abgekoppelt. Wer ein solches Programm durchläuft, das meist in einwöchigen Modulen oder am Wochenende stattfindet, kauft sich das Netzwerk und das Renommee der Hochschule.GLOSSARMBA, das praxisnahe Managementstudium, richtet sich an junge Teilnehmer mit Hochschulabschluss, vor allem an Nicht-Wirtschaftswissenschaftler. Meist werden mindestens zwei oder drei Jahre Berufserfahrung gefordert. Vollzeit ist das vorherrschende Modell, Teilzeit wird aber beliebter.Executive MBA, die meist berufsbegleitenden Programme, richten sich an erfahrene Manager. Im Schnitt haben Teilnehmer 15 Jahre Berufserfahrung. Oft wird Führungsexpertise gefordert.Lesen Sie mehr über finanzielle Probleme an Wirtschaftshochschulen:
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Dieser Artikel ist erschienen am 13.07.2010

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