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Bewerbungsprozess
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Bewerbungsprozess

Zwei-Klassen-Gesellschaft

Kerstin Dämon, wiwo.de
Wer einen neuen Job sucht, braucht Geduld: Ein Marathon aus Tests, Assessment Centern und Gesprächen wartet auf Otto-Normal-Bewerber. Bei Chef-Posten zählt hingegen oft die reine Sympathie.
In Unternehmen herrscht eine Zwei-Klassen-Gesellschaft bei den Bewerbern. Eine Fachkraft bewirbt sich mit Anschreiben, LebenslaufReferenzen oder Zeugnissen. Dann kann ein wahrer Marathon folgen – bestehend aus Online-Test, Telefoninterview, Assessment Center und eignungsdiagnostischem Test. Kurz vor dem Ziel wartet schließlich das gefürchtete Vorstellungsgespräch, in dem der Personaler dem Bewerber nochmals auf den Zahn fühlt.


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Normale Angestellte werden durcheuchtet
 
Das jedenfalls besagt eine Umfrage der Beratungsgesellschaft Kienbaum. Demnach muss ein Kandidat mindestens ein Vorstellungsgespräch und einen Test seiner fachlichen Fähigkeiten absolvieren, bevor er eingestellt wird. 92 Prozent der von Kienbaum befragten Unternehmen unterziehen ihre Bewerber außerdem psychologischen Testmethoden. Schließlich will man wissen, mit wem man es zu tun hat. Zumindest bei den normalen Angestellten.

Auf Vorstands- oder Geschäftsführungslevel gibt es diese Tests mehrheitlich nicht. Da reicht die Empfehlung des Headhunters oder des Geschäftspartners für den Arbeitsvertrag. Wörtlich heißt es in der Kienbaum-Untersuchung: "Auf Vorstands- oder Geschäftsführungslevel sind Handlungssimulationen deutlich seltener. Die häufigste Methode ist hier ein persönliches Gespräch mit dem Kandidaten oder der Kandidatin."
 
Personaler haben wenig Einfluss, wenn es um Chefs geht

Während Personalabteilung in zwei von drei Unternehmen maßgeblich an den Tests von Bewerbern beteiligt sind, haben sie in der Regel weniger zu sagen, wenn es um Chef-Posten geht. Hier nutzen 59 Prozent der Firmen die Dienste von Externen, um den besten Kandidaten zu finden.

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