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Führungskräfte-Training

Zelten am Südpol

Claudia Obmann
Um Teamgeist und Führungsstärke zu entwickeln, schicken Unternehmen ihre Manager immer öfter in Hochseilgärten oder in einen Hindernisparcours im Dunkeln. Die Metro setzt auf ein noch extremeres Training – am Südpol im ewigen Eis.

Foto: Galyna Andrushko/Fotolia

Zelten am Südpol – auf dem kältesten und zugigsten Campingplatz der Welt. Dieser Herausforderung wollen sich Nele Muyshondt, Nathalie Gourdin und Audrey Venant in den nächsten Tagen stellen.

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Die 25-jährige Belgierin, die 28-jährige Deutsche und die 25-jährige Französin sind Nachwuchskräfte des Handelskonzerns Metro und werden von ihrem Chef Olaf Koch morgen für neun Tage ins ewige Eis geschickt. In der Antarktis sollen die Gewinnerinnen eines firmeninternen Talentwettbewerbs besonders intensive Erfahrungen in Sachen Teamgeist und Führungsverantwortung sammeln.

Was die drei jungen Frauen, die sich für die Teilnahme an dem Antarktis-Abenteuer mit einem selbstgedrehten Video qualifiziert haben, in einer der unwirtlichsten Gegenden der Erde erwartet, weiß Mohamed Azzazi, Physiker beim Ölkonzern Shell. Er nahm an der letztjährigen Expedition unter der Leitung des britischen Polarforschers Robert Swan teil.

Zusammenhalt um zu überleben

Azzazi beschreibt sein Schlüsselerlebnis in Sachen Teamwork am Pol so: "Kaum landeten wir an, einigten wir uns schnellstens auf die beste Lage für unsere Zelte und bauten sie auf. Denn so unterschiedlich wir auch waren, so einte uns doch alle das gleiche Ziel: Überleben. Und dazu war Kooperation das oberste Gebot."

Robert Swan, dessen amerikanische Organisation "2041" die Expedition für Manager und Unternehmer vom argentinischen Ushuaia aus durchführt, ergänzt: "Wenn man in den rauen Bedingungen der Antarktis arbeitet, lernt man, dass man gemeinsam stark, allein dagegen angreifbar ist."


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