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Work-Life-Balance
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Work-Life-Balance

Wunsch und Wirklichkeit auf dem Arbeitsmarkt

Kerstin Dämon, wiwo.de
Wenn man die Deutschen fragt, was sie sich von ihrem Arbeitgeber wünschen, heißt es: gutes Geld, flexible Arbeitszeiten, ein gutes Arbeitsklima. Nur: Die Realität sieht leider anders aus.
Die Menschen rund um den Globus erleben derzeit einen grundlegenden Wandel: Die Digitalisierung bringt nicht nur neue Produkte und Vertriebswege mit sich, sondern verlangt auch eine neue Organisation der Arbeit. Hinzu kommt, dass das Bedürfnis nach Individualisierung auch beim Job immer größer wird und nicht mehr beim Turnschuh oder der Handtasche halt macht. Alles wird anders – und zwar so, wie wir es wollen. So weit die Theorie. Bundesarbeitsministerin Nahles hat deshalb den Dialogprozess Arbeiten 4.0 gestartet und ist im Grünbuch ihrer Behörde bereits auf die Perspektiven und Wünsche der Arbeitnehmer eingegangen.

• Auf einer Skala von Null bis 100 liegt eine gute Bezahlung mit 91 Punkten ganz oben.

• Ein fähiger Chef mit guter Führungskultur folgt mit 90 Punkten direkt dahinter.

• Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie liegt mit 87 Punkten auf Platz drei.

Überstunden sind tägliche Realität

Die Realität sieht aber leider anders aus: Auf einer Skala von Null bis 100 beträgt die Zufriedenheit mit dem Gehalt im Schnitt nur 64 Punkte, die Führungskräfte bringen es auf 69 Punkte und die Work-Life-Balance auf 67 Punkte, wobei die Männer mit der Vereinbarkeit noch unzufriedener waren, als die Frauen.

Diese Unzufriedenheit kommt zum einen davon, dass der mehr als zehn Überstunden pro Woche für viele Angestellte keine Ausnahme sind. Zum anderen verschwimmen die Grenzen zwischen Freizeit und Arbeitszeit immer mehr. Stichwort: dauerhafte Erreichbarkeit.

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